Billigflieger Ryanair Check-in künftig nur noch online

Fliegen wird immer mehr wie Busfahren: Das Billigflieger-Unternehmen Ryanair plant, die Check-ins an den Flughäfen komplett abzuschaffen. Die Prozedur soll man künftig online erledigen. Gepäck wird man weiterhin aufgeben können.


London - Passagiere von Europas größtem Billigflieger Ryanair sollen künftig nur noch online einchecken können. Zum Ende des Jahres will die Fluggesellschaft diesen Service an den Flughäfen abschaffen und ihren Kunden den Check-in selbst überlassen. Zwar könnten Passagiere weiter Gepäck aufgeben, alles andere werde aber per Internet abgewickelt, sagte der Chef der irischen Fluggesellschaft, Michael O'Leary, der britischen Zeitung "Daily Telegraph".

Ryanair-Chef O'Leary: Nur noch einer von fünf Passagieren soll Gepäck aufgeben
AFP

Ryanair-Chef O'Leary: Nur noch einer von fünf Passagieren soll Gepäck aufgeben

Die eingesparten Kosten sollten den Kunden zugutekommen. "Letztendlich wollen wir erreichen, dass nur noch einer von fünf Passagieren Gepäck aufgibt", sagte O'Leary. Bisher habe noch jeder vierte Kunde mehr als nur Handgepäck dabei. Bereits jetzt buchten 97 Prozent der Passagiere ihre Tickets online, zudem nutzten 75 Prozent das Internet für den Check-in. Ryanair erwartet für dieses Jahr bis zu 67 Millionen Passagiere.

Am Donnerstag hatte der irische Billigflieger einen Handy-Service an Bord seiner Maschinen gestartet, mit dem Passagiere sowohl Anrufe mit dem eigenen Mobiltelefon tätigen als auch Gespräche empfangen und SMS schreiben können. In den kommenden eineinhalb Jahren soll der Service auf die gesamte Flotte von 170 Flugzeugen ausgeweitet werden.

hoc/dpa



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