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02. November 2009, 14:17 Uhr

Blendattacke

Kind nimmt U-Bahn-Fahrer mit Laser die Sicht

Womit Piloten bereits zu kämpfen haben, traf nun auch einen Berliner U-Bahn-Fahrer: Er wurde mit einem Laserpointer geblendet. Der Täter war ein 13-jähriger Junge. Auf Flughäfen kommen solche Blendattacken zurzeit vermehrt vor.

Berlin - Ein 13-Jähriger hat in Berlin den Fahrer eines U-Bahnzuges mit einem sogenannten Laserpointer geblendet. Der 35-Jährige fuhr am Sonntagabend mit einem Zug der Linie U 8 in den Bahnhof Schönleinstraße in Kreuzberg ein, als ihm der rote Lichtstrahl die Sicht nahm. Kurz zuvor hatte er noch ein Kind auf dem Bahnsteig gesehen. Der Junge stieg nach der Tat in den Zug.

Wenig später stellte der Fahrer das Kind und hielt es zusammen mit zwei Wachmännern bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Beamten beschlagnahmten das Gerät und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Den Jungen übergaben sie seiner Mutter. Der Zugfahrer wurde zur Augenuntersuchung in eine Klinik gebracht.

Zuletzt waren vor allem an deutschen Flughäfen Piloten im Landeanflug vermehrt durch solche Blend-Attacken gestört worden. Laserpointer werden normalerweise bei Präsentationen oder Vorträgen verwendet, um auf Leinwänden oder Bildern in größerer Entfernung exakte Punkte zu markieren

abl/ddp/dpa-AFX

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