Blutige Zusammenstöße Regierung warnt vor Reisen nach Ost-Libyen

Die Lage in Libyen eskaliert, aus dem Osten des Landes werden zahlreiche Tote gemeldet. Das Außenministerium in Berlin warnt nun erstmals vor Reisen in die Region, Deutsche sollen das Land verlassen.

Proteste im ostlibyschen Tobruk: Besonders gefährliche Lage
AFP/ YouTube

Proteste im ostlibyschen Tobruk: Besonders gefährliche Lage


Berlin - Was derzeit an Fotos und Filmaufnahmen aus Libyen nach außen dringt, spricht für eine dramatische Lage. Machthaber Muammar al-Gaddafi lässt schwer bewaffnete Sicherheitskräfte Jagd auf Demonstranten machen, mindestens 200 Menschen wurden nach Oppositionsangaben bereits getötet. Besonders brutal ist das Vorgehen im Osten des Landes. In Bengasi, der zweitgrößten Stadt Libyens, sollen Soldaten am Sonntag auf die Teilnehmer von Trauermärschen gefeuert haben.

Angesichts der blutigen Zusammenstöße warnt das Auswärtige Amt nun erstmals vor Reisen in den Osten Libyens. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes wurde am Sonntag die Lage in Bengasi sowie den Städten Al-Beyda, Dernah und Tobruk als besonders gefährlich bezeichnet.

Auch von Reisen in andere Teile Libyens rät das Außenministerium ab. Deutschen, die sich derzeit im Land aufhalten, wird die Ausreise empfohlen, sofern dies möglich und sicher erscheine. In Berlin kam der Krisenstab der Regierung zusammen, um über die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften zu beraten.

In der Hauptstadt Tripolis ist die Lage nach Angaben des Auswärtigen Amtes zwar angespannt, aber weiterhin ruhig. In den nächsten Tagen sei erneut mit Pro- und Anti-Regierungsdemonstrationen im ganzen Land zu rechnen. Reisenden werde daher dringend empfohlen, die Lage aufmerksam zu beobachten und größere Menschenansammlungen zu meiden.

dab/dapd/Reuters

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