Bombendrohung ICE München-Berlin geräumt

Ein ICE ist auf der Strecke von München über Hannover nach Berlin evakuiert worden. Der Grund: Bei der Bahn war eine Bombendrohung eingegangen.


Stendal - Ein Polizeisprecher teilte am Nachmittag im sachsen-anhaltinischen Stendal mit, bei der Konzernzentrale der Bahn in Berlin sei eine Bombendrohung eingegangen. Daraufhin war im ICE 6290 ein Gepäckstück gefunden worden, das nicht zugeordnet werden konnte.

Nach Angaben von Bahn-Sprecher Martin Walden wurde der München-Berlin-Schnellzug zwischen den Bahnhöfen Schönhauser Damm und Rathenow angehalten. Die Reisenden seien dort in einen anderen Zug umgestiegen.

Später wurde bekannt, dass eine Reisende die Deutsche Bahn alarmiert und auf eine herrenlose schwarze Tasche in einem Großraumabteil hingewiesen hatte. Sie wollte zudem "arabisch aussehende Personen" gesehen haben. Der zweistündige Polizeieinsatz wurde gestoppt, als sich der Besitzer der Tasche meldete. Der Mann - kein Araber - habe ausschließlich "persönliche Gegenstände" mitgeführt, sagte ein Sprecher der Polizei Stendal. "Herrenlos" sei die Tasche gewesen, weil der Besitzer auf der Toilette war und nicht gleich an seinen Platz zurückkehrte.

Ein Bahn-Sprecher in Berlin teilte mit, dass die betroffenen Passagiere ihre Fahrt um 15.35 Uhr, rund eineinhalb Stunden nach dem Stopp, fortgesetzt hätten. Der ursprüngliche Zug werde noch untersucht.



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