Brände in Südafrika Urlaubsort Gordon's Bay soll evakuiert werden

Dichter Rauch über Kapstadt: Buschbrände haben in Südafrika schwere Schäden verursacht, drei Menschen kamen ums Leben. Betroffen ist auch ein beliebtes Urlaubsziel - die Einsatzkräfte haben große Probleme, die Feuer unter Kontrolle zu bringen.


Kapstadt - In der Umgebung von Kapstadt wüten seit dem Wochenende zahlreiche Brände. Nach Feuerwehrangaben kamen dabei bislang mindestens drei Menschen ums Leben, Hunderte Häuser wurden zerstört. Wie der Feuerwehrchef der südafrikanischen Küstenstadt, Ian Schnetler, am Dienstag mitteilte, waren am Montag neun der Brände außer Kontrolle.

Löschhubschrauber im Einsatz: In der Umgebung von Kapstadt wüten Brände, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen
AFP

Löschhubschrauber im Einsatz: In der Umgebung von Kapstadt wüten Brände, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen

Seine Leute seien vorwiegend zur Bekämpfung einer Feuersbrunst in dem beliebten Urlauberort Gordon's Bay eingesetzt, sagte Schnetler. Die Behörden riefen die Menschen dort auf, sich vorsichtshalber in Sicherheit zu bringen. Über Kapstadt und seiner Umgebung hing am Dienstag dichter Rauch. Auch eine Flanke des Wahrzeichens von Kapstadt, des Tafelbergs, ist von den Feuern betroffen.

Die Region leidet seit einiger Zeit unter einer Hitzewelle. Angefacht von orkanartigen Böen breiten sich Buschbrände und kleinere Brände in den Hütten rund um Kapstadt rasend schnell aus. Allein am Wochenende hätten seine Leute fast 30 Mal ausrücken müssen, um Brände in Siedlungen rund um Kapstadt zu löschen, sagte der Feuerwehrchef. Nach seinen Angaben behindert das Wetter die Löscharbeiten. Laut dem südafrikanischen Wetterdienst werden sich die Wetterbedingungen bis Mittwoch kaum ändern.

Die Feuerwehr ist mit mehr als 150 Mann und 54 Löschfahrzeugen vor Ort. Im Lösch-Einsatz stehen auch drei Helikopter. Die Luftwaffe wurde vorsorglich alarmiert, um gegebenenfalls mit weiteren Helikoptern beim Löschen zu helfen. Auf der Kap-Halbinsel hatte vergangene Woche ein Großfeuer rund 200 Behausungen in einem Armenviertel nahe dem Küstenort Hout Bay zerstört. Insgesamt 800 Menschen waren dabei obdachlos geworden.

sto/AFP/dpa



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