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08. November 2013, 10:56 Uhr

Übergewicht

British Airways verweigert 226-Kilo-Mann den Flug

Ein stark übergewichtiger Franzose durfte nicht von Chicago in seine Heimat zurückfliegen - obwohl er per Flugzeug eingereist war. Laut British Airways wäre wegen einer Krankheit des Mannes eine sichere Unterbringung an Bord nicht möglich. Nun will er es per Schiff versuchen.

London - Keine Chance auf einen Flug: Weil British Airways einem 226 Kilogramm schweren Franzosen den Rückflug in die Heimat verweigert, sitzt seine Familie in den USA fest. Der 22-jährige Kevin C. war eineinhalb Jahre lang wegen einer Hormonstörung in Chicago behandelt worden, die seine Fettleibigkeit verursachte. Als er nun wieder zurückkehren wollte, ließ ihn die Fluggesellschaft nicht an Bord: "British Airways lässt uns einfach sitzen, obwohl sie uns doch hierher gebracht hat", sagte die verzweifelte Mutter Christina C. einem örtlichen Ableger des Senders CBS.

Die Familie hatte eine ganze Woche in einem Flughafenhotel verbracht und von dort aus vergebens versucht, das Problem mit der Fluggesellschaft zu lösen. "Wenn sie ihn in der Economy-Klasse hierher fliegen konnten, hätten sie ihn auch in der Economy-Klasse zurück nach Hause bringen können, damit er dort seine Behandlung fortführen kann", schimpfte die Mutter. Selbst das französische Konsulat schaltete sich ein, gab seinen Vermittlungsversuch laut einer Sprecherin aber auf, "da die Fluggesellschaft strikt auf ihren Sicherheitsvorgaben bestand".

Weil ihr das Geld auszugehen drohte, kam die Familie letztlich zu dem Schluss, dass sie wohl nur noch mit dem Zug nach New York fahren und von dort mit dem Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" den Atlantik überqueren kann.

Kevin C. fürchtet, dass er kein Einzelfall ist: "Ich bin sicher, dass es viele dicke Menschen wie mich gibt oder noch dickere, die wegen des gleichen Problems nicht reisen können", sagte der gut 500 Pfund schwere Patient dem Fernsehsender.

Kevin C. muss rund um die Uhr behandelt und mit Sauerstoff versorgt werden. British Airways verwies deshalb darauf, dass es unmöglich sei, "den Passagier an Bord irgendeines Flugzeuges unserer Flotte sicher unterzubringen". Der Kundenservice bemühe sich um eine Lösung des Problems, der Familie seien zudem die Erstattung des Flugpreises sowie Unterkunft und Beratung zu anderen Reisemöglichkeiten angeboten worden.

sto/AFP

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