Burger und Co. Erstes Fast-Food-Lokal in Nordkorea sehr beliebt

Gerichte aus dem Westen kommen an in Nordkorea. Das erste Fast-Food-Restaurant des kommunistischen Landes in Pjöngjang wird von Einheimischen wie Ausländern stark besucht. Die Spezialitäten: Pommes, Burger und Hähnchen.


Seoul - Das erste Fast-Food-Restaurant Nordkoreas erfreut sich bei seinen Kunden größter Beliebtheit. Das Lokal in der Hauptstadt Pjöngjang sei "voll von Koreanern und ausländischen Gästen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Die Spezialitäten des Restaurants seien Burger, Pommes Frites und Brathähnchen. Medienberichten zufolge war das Lokal im Juni eröffnet worden, nachdem sich das kommunistische Regime Nordkoreas lange gegen westliche Einflüsse gewehrt hatte.

Machthaber Kim Jong Il wird jedoch eine Vorliebe für die abendländische Küche nachgesagt. So berichtete ein italienischer Koch im Jahr 2004, er habe drei Offizieren der nordkoreanischen Armee das Pizzabacken beigebracht, damit diese für den Staatschef kochen könnten. Medienberichten zufolge ist auch ein im vergangenen Dezember in Pjongjang eröffnetes italienisches Restaurant ein voller Erfolg.

Auf dem Land leiden jedoch viele Nordkoreaner an Hunger. So ist nach einer Uno-Studie aus dem vergangenen Jahr mehr als ein Drittel der 24 Millionen Einwohner Nordkoreas auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen.

abl/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.