Chaos im Zugverkehr Defektes Stellwerk legt Hannovers Hauptbahnhof lahm

Nichts ging mehr am Bahn-Knotenpunkt Hannover: Weil ein elektronisches Stellwerk in der Nacht ausgefallen ist, kam es zu massiven Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr. Für viele Bahnreisende in Deutschland werden die Folgen spürbar sein - noch bis in den Nachmittag hinein.


Hannover - Wegen eines ausgefallenen elektronischen Stellwerks im Hauptbahnhof kommt es seit Donnerstagmorgen in Hannover zu massiven Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr.

Mehrere Fernzüge auf den Verbindungen mit Hamburg, Berlin, München und Leipzig fallen aus, weil sie den Bahnhof vorerst nicht verlassen können, wie ein Bahnsprecher sagte. Die größten Störungen sollten bis etwa 6.30 Uhr behoben sein - einem Bahnsprecher zufolge konnten die Rechner aber erst gegen 7.30 Uhr wieder hochgefahren werden.

Bis der Bahnverkehr wieder ohne Verzögerungen laufe, werde es noch bis zum Nachmittag dauern. Ursache für die Behinderungen war eine Störung im elektronischen Stellwerk. Die Software des Computers musste neu installiert werden.

Am Morgen waren vier Fernverkehrszüge ausgefallen. Reisende, die mit Regionalzügen und S-Bahnen zum Hauptbahnhof in Hannover unterwegs waren, berichteten von Verspätungen von bis zu einer Stunde. Sie mussten in Außenbezirken ihren Zug verlassen und auf Busse umsteigen. ICE- und Intercity-Züge wurden zum Bahnhof Hannover Messe/Laatzen umgeleitet.

pad/dpa



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