China Stromausfall legt Hochgeschwindigkeitszüge lahm

Stillstehende Schnellbahnen und ausgefallene Klimaanlagen sind nicht nur ein deutsches Problem: In China blieben durch einen Stromausfall 19 Züge stehen - auf der erst vor zehn Tagen eingeweihten neuen Strecke zwischen Peking und Shanghai.

REUTERS

Peking - Nur zehn Tage nach der feierlichen Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke zwischen Peking und Shanghai hat ein Stromausfall die Züge gestoppt. Der Verkehr sei am Sonntag 90 Minuten lang unterbrochen gewesen, teilte die Bahn in Peking am Montag mit. Insgesamt hätten 19 Züge stillgestanden. Grund für den Stromausfall waren demnach Stürme und starke Winde.

Passagiere berichteten, Licht und Klimaanlage seien ausgefallen. "Es ist stockdunkel und wir schwitzen", teilte ein Reisender über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo mit. "Ist das jetzt die sogenannte Hochtechnologie?" fragte ein anderer. Die Zeitung "China Daily" berichtete am Montag, viele Internetnutzer hätten geschrieben, sie würden nun den Zug nicht mehr nutzen.

Regierungschef Wen Jiabao hatte die rund 1300 Kilometer lange Verbindung am 30. Juni eingeweiht. Die insgesamt 90 Züge, die täglich in beiden Richtungen verkehren sollen, legen die Strecke zwischen Peking und Shanghai in knapp fünf Stunden zurück und sind damit doppelt so schnell wie die bisherigen Züge.

sto/AFP



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