Chronik der Concorde Ende einer Luftfahrt-Ära

Hamburg - Fast 30 Jahre lang rauschte die Concorde mit Überschallgeschwindigkeit über den Atlantik. Am kommenden Freitag geht in London der letzte kommerzielle Flug der schnellsten Passagiermaschine der Welt zu Ende. Hier die wichtigsten Stationen in der Geschichte des Luxusfliegers:

29. November 1962: Frankreich und Großbritannien unterzeichnen einen Vertrag über Entwicklung und Bau eines Überschallflugzeugs.

2. März 1969: Erster erfolgreicher Testflug der Concorde in Toulouse.

1. Oktober 1969: Die Concorde überschreitet auf ihrem 45. Testflug zum ersten Mal die Schallgeschwindigkeit. Rund ein Jahr später fliegt sie erstmals doppelt so schnell (Mach 2).

21. Januar 1976: Die Concorde wird in den Liniendienst gestellt. Verbindungen nach Bahrain (British Airways) und Rio de Janeiro (Air France). Die Route nach New York kommt im November 1977 hinzu.

25. Juli 2000: Eine Concorde der Air France verunglückt kurz nach dem Start vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle (Roissy). 113 Menschen kommen ums Leben, darunter 97 Deutsche.

16. August 2000: Die britische und die französische Luftfahrtbehörde verhängen bis auf weiteres ein Flugverbot für die Überschallmaschinen und entziehen ihnen die Zulassung.

30. Oktober 2001: Der letzte Test der verbesserten Concorde vor der Wiederaufnahme der Flugverbindungen wird erfolgreich beendet.

19. Februar 2003: Eine Concorde der Air France muss mit einem Triebwerksschaden in Halifax (Kanada) notlanden - eine Pannenserie des in die Jahre gekommenen Fliegers setzt sich damit fort.

10. April 2003: British Airways und Air France kündigen an, die Concorde aus Kostengründen auszumustern.

31. Mai 2003: Zum letzten Mal landet eine Concorde der Air France nach regulärem Linienflug in Paris. Tausende nehmen Abschied.

20. Juli 2003: Nach zweitägigem Transport trifft eine ausrangierte Air-France-Concorde im Technikmuseum in Sinsheim ein. Das Museum hatte den Flieger für einen symbolischen Euro gekauft.

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