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07. Februar 2012, 17:44 Uhr

Costa Brava und Barcelona

Katalonien verschiebt Bettensteuer

Bis zu drei Euro pro Kopf und Nacht: Die nordostspanische Region Katalonien wollte ab sofort eine Art Kurtaxe erheben. Doch die Hotelbranche befürchtet Einbußen an der Costa Brava und der Metropole Barcelona und protestierte - mit Erfolg.

Barcelona - Spanien-Urlauber müssen in diesem Sommer an der Costa Brava und in Barcelona keine Touristenabgabe zahlen. Die nordostspanische Region Katalonien verschiebt die geplante Einführung der Steuer bis November dieses Jahres. Darauf verständigten sich die katalanischen Nationalisten (CiU), die in der Region die Regierung stellen, mit der konservativen Volkspartei (PPC) am Dienstag bei den Verhandlungen über das Budget 2012.

Die katalanische Regionalregierung von Ministerpräsident Artur Mas hatte die Abgabe ursprünglich sofort einführen wollen. Die Steuer sollte von den Hoteliers erhoben werden und je nach der Kategorie der Herberge zwischen einem und drei Euro pro Übernachtung betragen. Die Regierung in Barcelona erhoffte sich davon Einnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro im Jahr. Das Geld solle ausschließlich zur Förderung von Barcelonas Fremdenverkehrs verwendet werden.

Das Vorhaben war bei einem Teil der Hoteliers auf Ablehnung gestoßen. Die Abgabe erinnerte die Branche an die "Öko-Steuer", die vor knapp zehn Jahren auf Mallorca und den anderen Inseln der Balearen eingeführt worden war. Die "Mallorca-Steuer" wurde gut ein Jahr nach der Einführung aufgrund von Protesten der Tourismusbranche wieder abgeschafft.

abl/dpa

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