Neue Ideen für die Flugzeugkabine So schön könnte Fliegen sein

Wie könnte das Fliegen erträglicher werden? Innenausstatter machen sich Gedanken - über Kabinenkonzepte, Bordtoiletten und den bequemsten Sitz. Hier sind die Finalisten des Crystal Cabin Awards.

Seymourpowell

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Nur Fliegen ist schöner - dieser Satz kommt nach einem Transatlantikflug vermutlich den wenigsten Menschen über die Lippen. Der Raum im Flugzeug ist nun mal beengt. Trotzdem gibt es Mittel und Wege, wie das Leiden der Passagiere wenigstens partiell gelindert werden kann. Das beweist die Branche jedes Jahr erneut.

Sie verleiht einmal im Jahr Preise für gute neue Ideen, die das Fliegen für alle erträglicher machen sollen. Nicht nur für die Passagiere, sondern auch für die Crew, die sich über sinnvolle technische Neuerungen freut.

Bei der Leistungsschau der Innenausstatter, der Aircraft Interiors Expo, die jedes Jahr in Hamburg stattfindet, werden die Crystal Cabin Awards verliehen: für "Visionäre Konzepte", "Kabinenkonzepte", "Passenger Comfort Hardware", "Grünere Kabine, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt", "Materialien und Komponenten" und etliche andere Kategorien.

Es gibt so segensreiche Innovationen wie einen besonders effektiven Luftfilter für die Bordtoilette. Das mag trivial klingen, aber es gab schon Fälle, wo intensive Gerüche zu einer Notlandung führten. Man macht halt viel durch beim Fliegen, das gilt besonders für die Toilette.

Für Passagiere besonders interessant sind neue Sitz- und Kabinenkonzepte: Ein besonders revolutionärer Entwurf verabschiedet sich vom Klassendenken und teilt die Kabine stattdessen in Schlaf-, Besprechungs- und Loungeräume auf. Auch ein neuartiges Feuerlöschsystem für den Frachtraum schaffte es ins Wettbewerbsfinale.

Gut, Letzteres klingt nicht so sexy wie das "Boutiquehotel über den Wolken". Aber wenn unter einem der Frachtraum brennt, wünscht man sich vielleicht doch eher eine effektive Löschanlage als einen weicheren Sitz.

Hier geht es zu allen Kandidaten der Crystal Cabin Awards.

  • Maren Hoffmann ist Redakteurin bei manager magazin Online. Dort erschien ihr Beitrag zuerst.



insgesamt 51 Beiträge
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luganorenz 02.04.2016
1. Das wäre mal was für die Bahn
Da sind ja ganz witzige Ideen dabei. Das wäre doch mal was für neue Nachtzüge. Da ist das Platz- und Gewichtsproblem auch nicht so akut. Das augenblickliche Angebot ist ja wirklich traurig.
ekkehart-martin 02.04.2016
2. Visionär?
Dann frage ich mich warum die Fluglinien bei der Sardinenverpackung (Paxe) inzwischen über mehr oder weniger Stehplätze nachdenken. Wer den Flugpreise jenseits von First Class bezahlen kann und will, der kann diese Segnungen ja vielleicht in Anspruch nehmen. Wie sagte einer meiner amerikanischen Freunde, ehe er in seine eigene Citation stieg: Its nice to be independantly rich.
kalim.karemi 02.04.2016
3. Fliegen ist schön
in der richtigen Klasse. Ansonsten geht es darum, möglichst viele zahlende Menschen von A nach B zu bringen. Die Rechnung ist einfach wenn jeder bereite wäre den 10fachen Preis eines Eco Tickets zu zahlen, würde sich der Flieger auch mit 60 statt 300 Plätzen rechnen.
Sterbenswörtchen 02.04.2016
4. Alles Schnickschnack - Größere, bessere Toiletten!!!
Danke, liebe Industrie fürs viele Designen und Nachdenken. Aaaber: Für mich ist das alles Schnickschnack - Wenn ich, wie so oft, mit LH im Airbus A 330 oder 340 die Strecken nach Miami oder New York o. ä. (Business Class) fliege, muss ich (vor allem beim Rückflug und der morgendlichen Ankunft in München) jedesmal auf die Controller fluchen. Ich brauche nur eines: Größere Toiletten und mehr Abstand zwischen dem winzigen Wasserhahn und dem Waschbecken, damit man sich ein paar Hände voll kaltes Wasser ins Gesicht klatschen kann. Das ist derzeit nur möglich, wenn man danach nasses Hemd, nasse Socken und einen nassen Boden haben will... Also bitte.
bhomburg 02.04.2016
5.
Zitat von kalim.karemiin der richtigen Klasse. Ansonsten geht es darum, möglichst viele zahlende Menschen von A nach B zu bringen. Die Rechnung ist einfach wenn jeder bereite wäre den 10fachen Preis eines Eco Tickets zu zahlen, würde sich der Flieger auch mit 60 statt 300 Plätzen rechnen.
Wenn ich mir angucke wie dicht moderne business class Kabinen inzwischen gepackt werden, ist das trotz flachem Bett auch nicht (mehr) die wahre Freude. Aber man kommt ausgeruht an, und die Tickets sind wesentlich billiger als sie es mal waren. Ich zahle im Schnitt das zweieinhalbfache dessen was in Eco aufgerufen wird.
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