Rubjerg Knude Fyr auf Rollen Ein Leuchtturm zieht um

Die dänische Westküste bröckelt - und die Touristenattraktion Rubjerg Knude Fyr droht ins Meer zu stürzen. Nun wird der Leuchtturm im Schneckentempo rund 70 Meter ins Landesinnere versetzt.

Henning Bagger/ EPA-EFE/ REX

Den Rubjerg Knude Fyr wollen 250.000 Besucher im Jahr sehen - doch der Leuchtturm auf einer Wanderdüne in Nordjütland war schon lange vom Absturz bedroht. Die Erosion der dänischen Westküste machte nicht vor dem berühmten Bauwerk halt. Jetzt zieht es um: rund 70 Meter ins Landesinnere.

Am Vormittag wurde das 700 Tonnen schwere und 23 Meter hohe Gebäude auf Rollelemente gehoben, die auf Schienen liegen. Dann wurde begonnen, den Leuchtturm in Richtung seines neuen Standortes zu schieben. In einem Livestream der Aktion ist kaum eine Bewegung zu sehen, da es so langsam geht. In rund zwei Stunden wurde der Turm gerade einmal um 15 Meter bewegt.

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Versetzung des Rubjerg Knude: Millimeter um Millimeter

"Vieles kann schiefgehen, aber wir gehen gerne das Risiko ein, weil die Alternative wäre, ihn abstürzen zu lassen", sagte Hjørrings Bürgermeister Arne Boelt in einer Mitteilung. Die ganze Aktion kann nach Schätzungen des Umweltministeriums bis zu zehn Stunden dauern.

1899 war der Leuchtturm bei Lønstrup in der Gemeinde Hjørring auf der Wanderdüne Rubjerg Knude errichtet worden. Heute ist er die meistbesuchte Touristenattraktionen Nordjütlands. Seit 2016 haben Touristen die Möglichkeit, den Leuchtturm zu betreten - das soll auch nach dem Umzug so sein. Auch zur Versetzung kamen nach Angaben der Gemeinde rund 25.000 Schaulustige. Rund um die Bauarbeiten sind Buden und Getränkestände aufgebaut.

kry/dpa



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Olaf 22.10.2019
1.
Eine tolle Aktion. Stand der Turm ohne Fundamente auf dem Sand? Sieht so aus, als hätte man ihn einfach über der Oberfläche gekappt.
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