Defekte Klimaanlagen Bahn hat bislang 3800 Hitzeopfer entschädigt

Hochsommerliche Temperaturen sorgten für ein Hitzechaos bei der Deutschen Bahn: Fahrgäste mussten dehydriert von Ärzten behandelt werden, einige kamen ins Krankenhaus. Das Unternehmen entschädigte bisher 3800 betroffene Kunden - mit Reisegutscheinen.
ICE der Deutschen Bahn: Probleme mit Klimaanlagen

ICE der Deutschen Bahn: Probleme mit Klimaanlagen

Foto: Boris Roessler/ dpa

Berlin - Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen elf Tagen insgesamt 219.000 Euro in Form von Reisegutscheinen an Fahrgäste ausgegeben, die in Zügen mit ausgefallenen Klimaanlagen saßen. Demnach wurden bislang 3800 betroffene Kunden entschädigt. Dies teilte eine Bahnsprecherin am Freitagabend mit. In der Summe sind die von Bahnchef Rüdiger Grube zugesagten 500 Euro Schadenersatz für betroffene Fahrgäste noch nicht enthalten.

Der Bahn machten die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen bei Teilen ihrer ICE-Flotte Probleme: Die Klimaanlagen in ICE-2-Zügen sind nur für Temperaturen bis 32 Grad Celsius ausgelegt. Zu den Ausfällen führte offenbar, dass die Anlagen angesichts der Hitze zu lange unter Volllast liefen. Teils herrschten deswegen in Zügen extreme Temperaturen. Eine Reihe von Fahrgästen musste dehydriert von Ärzten behandelt werden und fallweise auch ins Krankenhaus gebracht werden.

Insgesamt waren rund 50 Zugverbindungen von defekten Klimaanlagen betroffen. In einem dramatischen Fall am 10. Juli wurde ein Zug in Bielefeld gestoppt. Mehrere Schüler waren wegen der Hitze im ICE kollabiert. Neun von ihnen kamen ins Krankenhaus.

wit/dpa/AFP
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