ICE- und IC-Verbindungen Bahn so pünktlich wie seit 2012 nicht mehr

80 Prozent pünktliche Züge im Fernverkehr - das wollte die Deutsche Bahn 2016 erreichen. Der Konzern hat das Ziel nach SPIEGEL-Informationen zwar knapp verfehlt, schnitt aber besser ab als in den Jahren davor.
ICE am Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg

ICE am Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg

Foto: Jan Woitas/ dpa

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus dem weiten Reich der Deutschen Bahn (DB): Die Fernzüge des Unternehmens waren im vergangenen Jahr verlässlicher unterwegs als 2015. Von Januar bis Dezember kamen insgesamt rund 79 Prozent aller ICE und IC pünktlich an - und damit so viele wie seit 2012 nicht mehr. Das verlautete aus dem Umfeld des Konzerns. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Im Jahr 2015 lag die Pünktlichkeit bei nur 74,4 Prozent. Trotz der Fortschritte verfehlte die DB allerdings ihr selbst gestecktes Ziel von 80 Prozent für 2016 knapp.

Das Unternehmen ist auch noch von seinem mittelfristigen Ziel weit entfernt, dass 85 Prozent der Fernzüge pünktlich verkehren sollen. Dieser Wert ist deshalb wichtig, weil dann der Großteil der Fahrgäste einen Anschlusszug erreichen kann.

Pünktlich ist ein Zug nach Ansicht des Konzerns dann, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ist. In die Statistik fließen mehr als 20.000 monatliche Fahrten im Fernverkehr ein.

Die Bahn unternahm im vergangenen Jahr massive Anstrengungen, die Pünktlichkeit zu verbessern - etwa durch ein besseres Baustellenmanagement und eine frühere Abfahrt der Züge. Auch die anstehende Vertragsverlängerung von Konzernchef Rüdiger Grube wurde davon abhängig gemacht, dass sich die Werte deutlich verbessern.

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