Deutsche Flughäfen Zahl der Auslandsflüge steigt deutlich

Der Boom der Luftfahrt geht weiter: Knapp 44 Millionen Fluggäste starteten im ersten Halbjahr 2007 von deutschen Flughäfen, 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem Auslandsreisen sind gefragt - überraschend schwach schnitten jedoch die Kanaren und die Balearen ab.


Wiesbaden – Bloß weg aus dem schlechten Wetter zu Hause: Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte, starteten 43,9 Millionen Fluggäste ihre Reisen von deutschen Airports. Das stärkste Wachstum war bei den Fluggästen mit Auslandsziel zu beobachten: Die Zahl der Passagiere wuchs um 5,9 Prozent auf 32,2 Millionen. Die Zahl der Inlandsfluggäste legte dagegen unterdurchschnittlich um 2,7 Prozent auf 11,6 Millionen zu.

Europäische Zielgebiete erreichten von Januar bis Juni 2007 den Angaben zufolge ein Aufkommen von 24,9 Millionen Fluggästen, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das von Passagieren aus Deutschland am häufigsten angeflogene Land Spanien wurden 5,0 Millionen Passagiere gezählt, ein Plus von 2,5 Prozent. Sowohl die Balearen mit minus 1,0 Prozent auf 1,8 Millionen als auch die Kanaren mit minus 4,1 Prozent auf 1,3 Millionen verpassten allerdings nach Angaben des Bundesamtes erstmals seit fünf Jahren die Ergebnisse der Vorjahresperiode.

Asien und USA im Trend

Nach Amerika reisten von deutschen Flughäfen aus 3,1 Millionen Passagiere und damit 4,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006. Dabei erhöhten die USA als das bedeutendste Zielland außerhalb von Europa ihr Ergebnis um 9,6 Prozent auf 2,2 Millionen Fluggäste. Am stärksten unter den Kontinenten konnte Asien mit 9,9 Prozent auf 2,9 Millionen Passagiere zulegen.

Auch der Herbst scheint die Reiselust der Deutschen nicht zu trüben: "Im September und Oktober will jeder Siebte noch mal Urlaub machen - deutlich mehr als sonst", sagte Klaus Laepple vom Deutschen Reiseverband der "Bild"-Zeitung. Im Last-Minute-Bereich seien die Tickets für Ziele wie die Kanaren, Mallorca oder die Dominikanische Republik bereits knapp. Laepple: " Viele buchen, weil das Wetter an Nord- und Ostsee so bescheiden war."

sto/ddp/AP



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