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Reisetipps von Familienbloggern: Unterwegs mit den Hibbels

Foto: planethibbel.com

Reisetipps einer Familienbloggerin "Zeit zu zweit ist Mangelware"

Zelten bei Regen und Kälte? Für Nadine Diz Freire ist so ein Urlaub mit Kindern der reine Horror. Trotzdem sucht die Bloggerin oft das Abenteuer in der Natur - nur exklusiv muss es sein.
Über das Blog

Nadine Diz Freire betreibt seit Oktober 2011 das Familienblog "Planet Hibbel". "08/15-Urlaub nach der Familiengründung war für mich undenkbar", sagt die zweifache Mutter. "Daher werden nun meine Söhne, fünf und neun Jahre alt, munter durch die Weltgeschichte geschleppt. Reisen geht wunderbar mit Kindern, denn unsere Erde ist ein grandioser Abenteuerspielplatz."Familienblog "Planet Hibbel" 

SPIEGEL ONLINE: Sommer in Deutschland - wo geht es hin?

Nadine Diz Freire: Ab in die Eifel! Dort kann man durch die Teufelsschlucht wandern, Märchenschlösser wie die Burg Eltz bewundern oder darüber staunen, dass ein Teil der Region auf einem schlafenden Riesenvulkan liegt und es hier sogar den größten Kaltwasser-Geysir der Welt gibt.

Toll ist auch der Ruhrpott; er ist nicht nur unglaublich grün, sondern bietet im Kontrast dazu auch ganz viel Action in Form von beeindruckender Industriekultur, begehbaren Kunstinstallationen und diesem schnoddrigen Ruhrpott-Charme à la Schimanski.

SPIEGEL ONLINE: Was ist das Schönste am Reisen mit Kindern?

Diz Freire: Es macht mir unglaublich viel Spaß, ihnen die Welt zu zeigen. Ich bin immer beeindruckt, wie erstaunlich lange sie sich an die kleinsten Erlebnisse erinnern können. Mal abgesehen davon: Niemand lacht sich so sehr über dich kaputt wie deine Kinder, wenn du von einem kanadischen Stinktier angepieselt wurdest.


SPIEGEL ONLINE: Wie gelingt es Ihnen, Ihre Kinder bei langen Reisen im Auto oder im Flieger bei Laune zu halten?

Diz Freire: Die bessere Frage wäre, wie man mich bei Laune hält. Ich stand schon Haare raufend in Schottland am Straßenrand. Doch je älter sie werden, desto einfacher wird es auf längeren Reisen. Mittlerweile sind sie fünf und neun Jahre alt und echte Reiseprofis. Ein iPad mit kindgerechten Apps und Filmchen und ich höre und sehe stundenlang nichts mehr von ihnen. Das ist nicht gerade pädagogisch wertvoll, entspannt mich auf Reisen aber sehr. Als sie kleiner waren, habe ich ihnen auch gerne mal ein kleines Überraschungspäckchen für unterwegs gemacht - darin befanden sich ein kleines Spielzeug, Pixi-Bücher, CD oder Ähnliches.

SPIEGEL ONLINE: Wo übernachten Sie lieber: im Zelt oder im Hotel?

Diz Freire: Ich muss gestehen: Zelten bei Regen und Kälte ist meine Horrorvorstellung vom Urlaub mit Kindern. Auch schicke Hotels finde ich mit Kindern bis auf wenige Ausnahmen ein bisschen anstrengend, da meine Jungs gerne mal laut und wild sind. Am liebsten übernachten wir in Ferienhäusern, oder Privatunterkünften, wo wir ganz für uns sind, wo uns niemand stört und wo wir am besten noch einen Garten zum Toben haben.

SPIEGEL ONLINE: Welche Unterkunft hat sie besonders beeindruckt?

Diz Freire: Ausgefallene Feriendomizile sind mir wichtig, manchmal suche ich wochenlang danach. Sehr gut gefallen haben mir ein traditionelles Riad in den Gassen von Marrakesch, ein super schickes Beachhouse auf einer Malediveninsel, ein Baumhaus in den Wäldern von Vermont oder die einfache, einsame Hütte von Freunden an einem norwegischen Fjord.

SPIEGEL ONLINE: Mal ehrlich: Gab es einen Moment auf Reisen, an dem Sie dachten: "Schade, dass die Kinder dabei sind"?

Diz Freire: Natürlich, Zeit zu zweit ist Mangelware und manchmal würde man einfach nur gerne mal faul am Strand liegen oder ein Buch lesen. Besonders auf Städtereisen wäre ich gerne mal ohne Kinder unterwegs. Shoppen, schön Essen gehen oder abends durch die Straßen bummeln, fällt mit Kindern einfach flach. Aber das hole ich hoffentlich irgendwann nach.

Reisen mit Kindern - Traumurlaub oder Chaoskommando?

Was haben Sie mit Ihren Kindern auf Reisen durch Deutschland und die Welt erlebt? Erzählen Sie uns Ihre größten Urlaubspannen, absurde Situationen im Hotel - oder unvergessliche Reisemomente mit Ihrem Nachwuchs.

Schreiben Sie eine Mail an spon_reise@spiegel.de  mit dem Betreff "Familienurlaub" - gerne mit einem passenden Foto! Eine Auswahl von Anekdoten und Bildern werden wir bei SPIEGEL ONLINE präsentieren. Mit der Einsendung erklärt der Absender, dass er die Rechte an dem Material besitzt und mit der Veröffentlichung einverstanden ist.

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