"Economy-Class-Syndrom" Tod auf dem billigen Platz

Die "Holzklasse" der Airlines ist nicht nur in den meisten Fällen unbequem, sondern kann besonders auf Langstreckenflügen auch gefährlich werden. Jetzt starb eine Frau an einer Thrombose.


London - Eine 28-jährige Frau ist nach britischen Presseberichten vom Montag nach einem Langstreckenflug von Australien nach Großbritannien an den Folgen des so genannten "Economy-Class-Syndroms" gestorben.

Oft eingepfercht: Passagiere der Economy-Class
DPA

Oft eingepfercht: Passagiere der Economy-Class

Wie erst jetzt bekannt wurde, entwickelte die Britin während ihres Rückfluges von den Olympischen Spielen in Sydney vor zehn Tagen eine Thrombose, die zum Tod führte.

Die junge Frau war nur wenige Minuten nach der Ankunft im Londoner Flughafen Heathrow zusammengebrochen, hieß es in den Zeitungsberichten.

Die Entwicklung von Thrombosen (Blutgerinnseln) kann durch eingeschränkte Bewegungsfreiheit begünstigt werden, wie sie in engen Economy-Class-Abteilen in Flugzeugen herrscht.

Die Passagierin, die mit der australischen Fluglinie Qantas unterwegs gewesen war, hatte schon während des Fluges geklagt, dass es ihr nicht gut ginge. Die Autopsie hat unterdessen Thrombose als Todesursache bestätigt.

Bei dem so genannten "Economy-Class-Syndrom" entsteht ein Blutgerinnsel im Bein. Erreicht dieses Herz oder Lunge, ist ein plötzlicher Tod wahrscheinlich.

Nach Angaben von Qantas macht die Fluglinie ihre Passagiere auf die Thrombose-Gefahr in ihrem Informationsmagazin aufmerksam. Darin empfehlt sie, dass sich die Fluggäste mindestens einmal stündlich für einige Minuten bewegen, damit die Blut-Zirkulation in den Beinen verbessert wird.



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