Fotostrecke

Extremschwimmer Dobelmann: Einmal Dänemark und zurück

Foto: Daniela Nyfeler/ dpa

Einmal Dänemark und zurück Extremschwimmer durchquert zweimal Fehmarnbelt

Erst der Ärmelkanal, jetzt der Fehmarnbelt: Der Stuttgarter Bruno Dobelmann ist einmal von Puttgarden nach Lolland und zurück geschwommen. Nach eigenen Angaben stellte er damit einen Weltrekord auf. Insgesamt war er 19 Stunden im kalten Ostseewasser.

Puttgarden - Gleich zweimal ist der Stuttgarter Extremsportler Bruno Dobelmann  durch den Fehmarnbelt geschwommen. Am frühen Mittwochnachmittag erreichte der 52 Jahre alte Schwimmer wieder die deutsche Ostseeinsel Fehmarn, wie seine Betreuer auf Facebook mitteilten. Damit ist Dobelmann nach eigenen Angaben der erste Mensch, dem schwimmend die doppelte Querung nonstop gelungen ist. Dafür benötigte er rund 19 Stunden.

Begleitet von Betreuern an Bord eines Kutters war Dobelmann am Dienstagabend um 18.45 Uhr in Puttgarden auf Fehmarn gestartet. Am frühen Mittwochmorgen erreichte er die dänische Insel Lolland. Für die erste Querung des Fehmarnbelt brauchte er 10 Stunden, 25 Minuten und 44 Sekunden. Nach einem kurzen Aufenthalt von wenigen Minuten schwamm er danach wieder nach Deutschland zurück.

Der Fehmarnbelt ist zwar nur 18 Kilometer breit. Strömungsbedingt ist die tatsächliche Strecke länger. Dobelmann rechnete im Vorfeld mit insgesamt rund 50 Kilometern. "Ich bin guter Dinge, dass es klappt", hatte er am Dienstag vor Beginn des Rekordversuchs gesagt.

Arbeitskollegen nennen Dobelmann nach der Walart "Orca". Seine Leidenschaft für die Langstrecke sieht man dem Stuttgarter Extremschwimmer nicht an. "Ich bin extrem überproportioniert", sagt er mit Blick auf sein Gewicht von 110 Kilogramm bei 176 Zentimeter Körpergröße.

Für den Rekordversuch trainierte Dobelmann unter anderem im Mai in einem See bei Detmold. Innerhalb von 16 Stunden legte er dabei bei einer Wassertemperatur von 17 Grad Celsius eine Distanz von über 40 Kilometern zurück.

Dobelmann hat eigenen Angaben zufolge unter anderem Erfahrung im 24-Stunden-Schwimmen in Bädern gesammelt. Auch den Ärmelkanal hat er als Teil einer Fünferstaffel bereits durchschwommen. Dobelmann trug bei seinem Rekord keinen Neoprenanzug. Als Schutz vor Kälte hatte er seinen Körper aber eingefettet.

abl/dapd
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.