Einweihung Dresden feiert neuen Hauptbahnhof

Sechs Jahre hat die Sanierung gedauert, das Jahrhunderthochwasser warf die Arbeiten noch einmal zurück, doch nun ist der Dresdner Hauptbahnhof modernisiert. Mit einem Fest wurde das neue Membran-Dach von Stararchitekt Norman Foster eingeweiht.


Zu DDR-Zeiten wurde das Wahrzeichen des Dresdner Hauptbahnhofs versteckt, seine Glaskuppel verschwand unter Holz und Dachpappe. Nach der Sanierung strahlt nun wieder viel Licht in den Bahnhof. Eine Glasfaser-Teflon-Membran überspannt die historischen Stahlträger. Der Entwurf stammt von Stararchitekt Norman Foster, der auch die Kuppel auf dem Reichstagsgebäude ersann.

Mit Ladenöffnungszeiten bis 24.00 Uhr und einer Lichtinstallation weihten die Bahn und die Stadt Dresden den Umbau ein. "Die sächsische Landeshauptstadt ist um ein Schmuckstück reicher", sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn. Rund 250 Millionen Euro sind in die Erneuerung des Gebäudes und der Gleisanlagen geflossen. Sachsen stellte etwa elf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Die Konstruktion des Bauwerks als Kopf- und Durchgangsbahnhof ist einzigartig. Dank seiner soliden Stahlträgerkonstruktion überstand der 1898 eröffnete Hauptbahnhof auch Bomben im Zweiten Weltkrieg. Heute wird er jeden Tag von 50.000 Reisenden genutzt.

Die Modernisierung erfolgte bei laufendem Betrieb. Für eine Verzögerung sorgte das Jahrhunderthochwasser 2002, als das Flüsschen Weißeritz den Bahnhof überspülte. An der Südhalle wird auch im nächsten Jahr noch weiter gebaut.

agö/ddp/dpa



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