Ende für Flyglobespan Schottlands größte Fluglinie stellt Betrieb ein

Aus für schottischen Billigflieger: Die Airline Flyglobespan hat Insolvenz angemeldet. Mit neun Maschinen flog sie bisher 24 Reiseziele an und war damit die größte Fluggesellschaft des Landes. Tausende Passagiere saßen im Ausland fest.

Flyglobespan-Flugzeug am Boden: Der schottische Billigflieger ist insolvent
REUTERS

Flyglobespan-Flugzeug am Boden: Der schottische Billigflieger ist insolvent


London - Der schottische Billigflieger Flyglobespan ist pleite. Tausende Passagiere saßen am Donnerstag fest, nachdem die Airline am Vortag den Betrieb eingestellt und alle Flüge gestrichen hatte. Die Muttergesellschaft Globespan hatte in der Wirtschaftskrise keinen neuen Investor für das Unternehmen gefunden, der Billigflieger musste Insolvenz anmelden, wie der Insolvenzverwalter PricewaterhouseCoopers in der Nacht zum Donnerstag mitteilte.

Damit steht für rund 800 Angestellte so kurz vor Weihnachten der Verlust ihres Arbeitsplatzes fest. Rund 4500 Passagiere des Billigfliegers strandeten unter anderem in Ägypten, Portugal und Spanien. Sie sollten mit anderen Fluggesellschaften nach Hause gebracht werden, Billigflieger wie easyJet oder Ryanair boten "Rettungs-Tarife" an. Passagiere ohne spezielle Versicherung müssen die Kosten für eine Umbuchung wahrscheinlich selbst übernehmen.

Flyglobespan wurde 2002 mit Hauptsitz in Edinburgh gegründet und war Schottlands größte Airline. Sie flog mit neun Maschinen bisher 24 Ziele an, vor allem in Schottland und England, aber auch in den USA und in Südeuropa. Im vergangenen Jahr beförderte die Fluggesellschaft auf rund 12.000 Flügen mehr als 1,5 Millionen Passagiere. Dem Unternehmen machte - wie vielen anderen Airlines auch - die Wirtschaftskrise zu schaffen. Mehrere Billigflieger waren in der Krise schon pleitegegangen.

sto/dpa



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