Enormer Sachschaden Großbrand in Rom bremst Italiens Zugverkehr

Er ist der Knotenpunkt des italienischen Schienennetzes: Ein Großbrand im wichtigsten Bahnhof von Rom hat den Zugverkehr in Italien stark beeinträchtigt. Der Sachschaden soll der Bahn zufolge enorm sein.
Rauchschwaden ziehen aus dem Bahnhof Tiburtina: Die Brandursache ist noch unklar

Rauchschwaden ziehen aus dem Bahnhof Tiburtina: Die Brandursache ist noch unklar

Foto: Massimo Percossi/ dpa

Rom - Chaos am Bahnhof Tiburtina im Nordosten von Rom: In den frühen Morgenstunden ist ein Flügel des Geländes in Flammen aufgegangen. Der Bahnhof wurde komplett gesperrt. Der Sachschaden sei "enorm", erklärte die Pressesprecherin der italienischen Bahn FS, Marina Solazzi. Verletzt oder getötet wurde nach ersten Angaben der Behörden jedoch niemand. Wie die italienische Eisenbahn FS mitteilte, dürfte es auch in den kommenden Tagen noch zu Verspätungen und Zugausfällen kommen.

Die Brandursache blieb zunächst unklar. "Die Flammen haben sich im Innern des Bahnhofs entwickelt, aber bisher haben wir keinerlei Anzeichen dafür, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte", erklärte Luca Cari, Sprecher der Feuerwehr, am Mittag. Bis zu sieben Einsatztruppen der Feuerwehr waren seit dem Morgen im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Gegen Mittag waren die Flammen weitgehend eingedämmt, hieß es. "Es ist eine langwierige Arbeit und es ist sehr heiß", betonte Cari.

Die italienische Bahn riet, wenn möglich am Sonntag Zugreisen zu vermeiden. "Unter anderem ist die elektrische Zentrale des Bahnhofs in Flammen aufgegangen, die den Zugverkehr regelt", erklärte Solazzi. Mit Hilfe des Kontrollsystems des nahe gelegenen römischen Hauptbahnhofs Termini konnte nur eine langsame Durchfahrt von nicht mehr als acht Zügen pro Stunde wieder gestattet werden. In zahlreichen Bahnhöfen in ganz Italien wurden Verspätungen registriert. Einige Verbindungen mussten gestrichen werden.

jjc/dpa
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