Entspannter Fliegen Flughafen Düsseldorf setzt Seelsorger ein

Eine ehrenamtliche Airport-Seelsorge tritt diese Woche ihren Dienst am Flughafen Düsseldorf an. Elf Ehrenamtliche der Evangelischen Kirche wollen sich dann um die kleinen Alltagsdramen um Ankunft und Abflug kümmern – ein bislang einmaliges Projekt.


Sie wollen beim Abschied trösten, bei Flugangst helfen, einen Reisesegen sprechen oder sich einfach mitfreuen bei der Ankunft. "Wir sind aufmerksame Begleiter der Passagiere am Flughafen und begleiten sie einen kurzen Weg lang mit ihren Ängsten, mit ihrer Einsamkeit und mit ihrer Freude", heißt es in einer Mitteilung der Neu-Seelsorger.

Elf Airport-Seelsorger werden am kommenden Donnerstag feierlich in den Dienst eingeführt, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland heute in Düsseldorf mit. Für mindestens ein Jahr soll jeder von ihnen bis zu acht Stunden monatlich in der Passagier- und Abholerseelsorge mitarbeiten.

Die Düsseldorfer Airport-Pfarrerin Antje Reichow bildete die vier Männer und sieben Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Berufen kommen, seit November 2005 für ihre Tätigkeit aus. Mit Spendengeldern wurde die Weiterbildungsmaßnahme finanziert, zum Abschluss gab es ein Zertifikat.

An anderen Flughäfen gebe es zwar auch Ehrenamtliche, doch deren Tätigkeiten beschränkten sich laut Kirche eher auf Hilfstätigkeiten, wie etwa der Aufsicht in Flughafenkapellen. Fluggäste werden die neuen Seelsorger nun vor allem an Werktagen abends in den Terminals antreffen und an einem Ansteckschildchen oder ihren Ausweisen erkennen können. In der Qualität von Ausbildung und Einsatz sei das Projekt der ehrenamtlichen Airport-Seelsorger einmalig, erklärte der hauptamtliche Airportseelsorger der rheinischen Kirche am Düsseldorfer Flughafen, Detlev Toonen.

sto/dpa



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