Düsseldorf Pilot lässt 70 Passagiere stehen

Zwei Stunden warteten Passagiere am Düsseldorfer Flughafen auf ihre Maschine nach Dresden. Dann landete ihr Flieger endlich - doch die meisten kamen nicht mit.

Startende Eurowings-Maschine
DPA

Startende Eurowings-Maschine


Am Düsseldorfer Flughafen kam es am späten Freitagabend zu Randale: Eine Eurowings-Maschine war mit einiger Verzögerung nach Dresden gestartet, hatte aber nur einen Teil der Passagiere mitgenommen.

Etwa 70 Fluggäste ließ der Pilot am Düsseldorfer Flughafen stehen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft.

Die Passagiere hatten zwei Stunden lang schon auf den Start des Fluges gewartet, in zwei Bussen sollten die Fluggäste zum Rollfeld gefahren werden. Doch nur die Reisenden im ersten Bus erreichten das Flugzeug rechtzeitig.

Der Pilot der Maschine, die verspätet aus Italien in Düsseldorf angekommen war, habe vor Einsetzen des Nachtflugverbotes weiterfliegen wollen, sagte die Sprecherin weiter. Ein Teil der Fluggäste war demnach geboardet und wurden zum Flugzeug gebracht. Die anderen Fluggäste konnten nicht mehr rechtzeitig abgefertigt werden. Weil es zeitlich eng wurde, habe die Maschine ohne sie abheben müssen.

Wie mehrere Medien berichten, sollen einige Fluggäste schon wegen der Verspätung randaliert haben. Als der Pilot einen Teil von ihnen auch noch stehen ließ, musste schließlich die Polizei anrücken.

Die zurückgelassenen Fluggäste wurden nach Angaben von Eurowings mit Bussen nach Dresden gefahren. Einige zogen es vor, in Hotels zu bleiben und am Samstag weiter zu fliegen.

vks/dpa



insgesamt 202 Beiträge
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Wolfvon Drebnitz 18.06.2016
1. typisch Lufthansa
Wollte mit Lufthansa von Frankfurt/Main nach Ufa in Rußland fliegen. Als wir dort wegen Nebel nicht landen konten, flogen wir zurück nach Samara. Dort hieß es die Maschine müßte gereinigt werden, wir sollten unser Handgepäck mitnehmen und könnten dann wieder einsteigen. Kaum waren wir aus dem Flugzeug, flog es weg. Nach 4 Stunden Diskussionen kam ein Bus und wir mußten damit nach Ufa fahren - glatte 10 Stunden Fahrt. Dadurch den 1. Arbeitstag komplett verloren. Als wir später eine Entschädigung von Lufthansa und BFA wollten, wurde die abgelehnt. Was wir den wollten, wir wären doch angekommen. So geht Service bei Lufthansa - werde ich denen nie vergessen.
ausmisten 18.06.2016
2. Geht es
vielleicht auch etwas weniger reisserisch? Was haette Ihrer Meinung nach der Pilot tun sollen? Alle einsteigen lassen, um dann wegen Nachtflugverbot alle wieder aussteigen zu lassen und die Maschine fuer die Nacht zu parken?
gerd33 18.06.2016
3.
Fristlose Kündigungfür den Piloten - und Schadensersatz in 4-stelliger Höheh für die Passsagiere
postit2012 18.06.2016
4. Erinnert irgendwie
an die "guten alten Zeiten" mit der Spantax ;-)
eelay 18.06.2016
5. Verbot
Gut das Flugzeug kam zu spät. Aber da kann doch sicher der Pilot nichts dafür. Aufgrund des Flugverbots in der Nacht musste er weiter fliegen sonst sind für de nächsten Tag auch noch etliche Verspätungen zu erwarten weil das Flugzeug nicht da ist wo es sein sollte. Mich schocken eher die Passagiere, die zu randalieren anfangen wegen 2 Stunden Verspätung. Da sollte man durchgreifen.
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