Flaute in den USA Emirates stellt A380-Flüge gen New York ein

Toronto statt New York: Bereits nach acht Monaten ändert Dubais Fluggesellschaft Emirates ein Ziel seiner A380-Flotte. Da die Großraumflugzeuge auf der Strecke in die USA nicht ausgelastet sind, werden sie ab Sommer Kanada und Thailand ansteuern.


Dubai - Emirates wird mit seinen A380-Jets künftig Toronto und Bangkok von Dubai aus anfliegen. "Unsere Toronto-Route erfährt eine beständig hohe Nachfrage seit ihrer Einführung vor drei Jahren", sagte Emirates-Präsident Tim Clark in einer Mitteilung des Unternehmens. Der doppelstöckige A380 werde Emirates helfen, den Bedarf an Plätzen auf der Strecke nach Kanada zu befriedigen, in Thailand werde er die neue Tourismusinitiative der Regierung unterstützen.

Nur noch bis Ende Mai: Die A380 Emirates wird zunächst nicht mehr zwischen New York und Dubai verkehren
AFP

Nur noch bis Ende Mai: Die A380 Emirates wird zunächst nicht mehr zwischen New York und Dubai verkehren

Gleichzeitig jedoch, ab 1. Juni, wird die Dubaier Fluggesellschaft die A380-Verbindung in die USA einstellen. Die beiden Riesenflieger auf der Strecke nach New York werden durch kleinere Boeing 777 ersetzt. Die Airline habe somit täglich 132 Plätze weniger zu füllen, wie ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AP sagte. Die Verbindung war erst vor acht Monaten werbewirksam eröffnet worden.

"Da die globale Wirtschaft Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr hat, beruht die Flugzeug-Umstrukturierung ausschließlich auf einer Änderung der Kapazitätsnachfrage", teilte Emirates mit. Fluggesellschaften weltweit haben mit der aktuellen Wirtschaftskrise zu kämpfen, nach einer aktuellen Studie der International Air Transport Association ist die Zahl der Business- und First-Class-Passagiere im Januar um 16,7 Prozent eingebrochen. Gerade Langstrecken-Fluggesellschaften sind auf die Auslastung der teureren Kategorien angewiesen.

Künftig wird nur noch Qantas mit A380-Flugzeugen eine Verbindung in den USA bedienen, allerdings ist das Los Angeles. Der Flughafenbetreiber Port Authority of New York and New Jersey hatte in Erwartung zusätzlicher Riesenjumbos den John-F.-Kennedy-Flughafen für 179 Millionen Dollar (132 Millionen Euro) ausgebaut, damit die Großraumflugzeuge überhaupt dort betrieben werden konnten.

Ab dem 1. Juni wird Emirates mit dann fünf A380-Maschinen von Dubai täglich nach London-Heathrow, Sydney/Auckland und Bangkok fliegen und dreimal die Woche nach Toronto. Im kommenden Geschäftsjahr wird die Airline nach eigenen Angaben ihre Großraumflugzeug-Flotte um vier Maschinen aufstocken und ab Dezember Seoul ansteuern.

abl/AP



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