Flughafen Houston Plapperndes Kleinkind muss Flugzeug verlassen

So begeistert war der 19 Monate alte Garren von der Aussicht aus dem Flugzeugfenster, dass er seine Freude allen mitteilte. Dafür hatte eine Stewardess wenig Verständnis - erst wollte sie dem Kind ein Schlafmittel geben, dann mussten Mutter und Sohn sogar aussteigen.


Washington – Weil ein Kleinkind zu laut war, musste es zusammen mit seiner Mutter einen Flieger am Flughafen von Houston im US-Staat Texas verlassen. Während der Sicherheitsinstruktionen in einem Flugzeug der Linie Continental ExpressJet hatte der 19 Monate alte Garren durch ununterbrochenes Geplapper eine Flugbegleiterin in Rage versetzt, wie amerikanische Fernsehsender berichten. "Neben uns war ein anderes Flugzeug, ich zeigte es Garren, und er fing an, die Worte 'bye bye plane' zu wiederholen", sagte Kate Penland, die Mutter des Kindes, dem Fernsehsender ABC.

Nach der Sicherheitsdemonstration wies die Stewardess die Mutter darauf hin, dass sie ihr Kind zum Schweigen bringen müsse. Als Garren immer weiter redete, bot sie der Frau Medikamente gegen Allergien an, von denen der Junge müde werden sollte. "Ich habe sofort gesagt, ich werde meinem Kind mit Sicherheit keine Medikamente geben, nur damit sie einen ruhigen Flug hat", sagte Penland.

Nach einer kurzen Diskussion ging die Flugbegleiterin zum Piloten und beschwerte sich, sie sei von der Mutter bedroht worden. Der Pilot rangierte das Flugzeug zurück ans Gate, und Penland musste mit ihrem Sohn aussteigen. Andere Passagiere, die sich für Mutter und Sohn einsetzten, konnten das Flugpersonal nicht umstimmen. Der Junge war nach Angaben der Mutter zu diesem Zeitpunkt längst eingeschlafen.

sto/dpa



insgesamt 60 Beiträge
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rudifrance 13.07.2007
1. Keine guten Erfahrungen in Dallas
Leider mussten wir schlechte Erfahrungen mit American Airlines machen. Wegen schlechten Wetters durften wir 24h in Flughafen verbringen, und die Mitarbeiter von AA haben keine Anstrengungen gemacht, uns diese Zeit zu erleichtern. Daher wundert mich die Story mir dem Kleinkind nicht besonders, wäre interessant zu wissen, welche Airline Mutter und Kind aus dem Flieger gebeten hat.
Benjowi 13.07.2007
2. Unglaublich!
Normalerweise kommen solche Nachrichten nicht gerade aus den relativ kinderfreundlichen USA - man kann nur hoffen, dass das Flugpersonal in Zukunft eher zum Reinigen von Flugzeugen eingestzt wird!
LouisWu 13.07.2007
3. Titel
Zitat von BenjowiNormalerweise kommen solche Nachrichten nicht gerade aus den relativ kinderfreundlichen USA - man kann nur hoffen, dass das Flugpersonal in Zukunft eher zum Reinigen von Flugzeugen eingestzt wird!
Da der Vorgang jetzt durch die Presse gegangen ist, wird die öffentliche Empörung schon dafür sorgen, das entsprechende Schritte eingeleitet werden. Am Ende wird wahrscheinlich eine Entschuldigung der Airline stehen und als Wiedergutmachung ein erster Klasse Flug.
xandmi 13.07.2007
4. nicht überraschend
Schon vor "9-11" war eine Flugreise in die und in den USA, insbesonders letzteres, stets mehr Ärgernis als Freude. Dass sich dies nach den Anschlägen verstärkt hat, kann nicht überraschen. Und dennoch erbosen mich solche Meldungen immer wieder aufs Neue. Mit welcher Impertinenz und Arroganz sehr große Teile der US-amerikanischen Flugzeugbesatzungen dort ausgestattet sind, ist wirklich erschreckend. Ein Kind ohne medizinische Indikation unter Drogen setzen zu wollen, ist nur die hässlichste Spitze des Eisbergs. Und da heißt es immer, dass gerade hierzulander der Service zu wünschen übrig ließe, aber ich kann aus Erfahrung und im direkten Vergleich mit amerikanischen Fluggesellschaften nur das Gegenteil behaupten. Wer kann, meidet die USA. Und wer nicht kann, fliegt erfahrungsgemäß mit nicht-amerikanischen Gesellschaften besser und entspannter (und muss sich zudem mit deutlich weniger Amerikanern herumärgern, denen etwa die Begriffe "Schrankkoffer" und "Handgepäck" synonym sind.
marasek, 13.07.2007
5. Klagen...
Die Glückliche - denn jetzt kann sie sich reich, reich, reich klagen.
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