Fluglotsenstreik Lufthansa muss Athen-Flüge streichen

Generalstreik in Griechenland: Wegen des Ausstandes der Fluglotsen hat die Lufthansa mehrere Flüge zwischen Athen und deutschen Zielen gestrichen. Das Auswärtige Amt rät Touristen zu besonderer Vorsicht.


Frankfurt/Main - Von den Unruhen in Griechenland und dem Generalstreik am Mittwoch sind nur wenige deutsche Reisende betroffen gewesen. Weil auch die Fluglotsen streikten, strich die Lufthansa sechs Flüge von Frankfurt und München nach Athen sowie die Rückflüge nach Deutschland. Den Kunden seien Umbuchungen angeboten worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt. TUIfly und Air Berlin hatten nach Angaben von Unternehmenssprechern keine Flüge.

In den Tagen zuvor war es in Griechenland wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Auslöser war der Tod eines Jugendlichen bei einem Polizeieinsatz. Das Auswärtige Amt rät Griechenland-Reisenden deshalb derzeit zu Vorsicht: In Athen, Thessaloniki und Patras sollten sie die Stadtzentren meiden, schreibt das Ministerium in Berlin in seinem Sicherheitshinweis im Internet. Zudem sollten sich Touristen in den Medien und bei ihren Gastgebern regelmäßig über die Lage informieren.

Nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes ist damit zu rechnen, dass sich die Auseinandersetzungen in den kommenden Tagen fortsetzen.

Viele Urlaubsreisende trifft die angespannte Lage in dem beliebten Ferienland aber nicht. "Griechenland ist für uns in erster Linie eine Sommer-Destination", sagte ein Sprecher des Touristikkonzerns Thomas Cook in Oberursel (Hessen) am Mittwoch.

Derzeit seien nur ein Handvoll Städtereisende in Athen, von denen keine Probleme bekannt seien. Der Veranstalter Dertour hatte nach Angaben einer Sprecherin in Frankfurt weniger als 20 Athen-Buchungen für diese Woche. Auch hier seien den Kunden Umbuchungen angeboten worden, hieß es.

sto/dpa



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