Flugreisen Warnung vor Thrombosegefahr nicht notwendig

Fluggesellschaften brauchen laut einem Gerichtsurteil ihre Kunden nicht vor einer möglichen Thrombosegefahr bei Langstreckenflügen warnen.


Immer wieder werden Thrombosefälle nach langen Flügen bekannt
GMS

Immer wieder werden Thrombosefälle nach langen Flügen bekannt

Frankfurt am Main - Ebenso wenig müssen sie auf die Abstände der Sitzreihen aufmerksam machen. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt, wie die Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet.

Die Richter erklärten, eine "relevante Risikoerhöhung" sei wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Ein behaupteter Zusammenhang reiche für eine Warn- und Hinweispflicht nicht aus.

Der Kläger verlangte, vor dem Abflug über die Sitzabstände und das damit verbundene Thromboserisiko aufgeklärt zu werden. Er behauptete, bei einem Flug, der mehr als acht Stunden dauert, sei das Risiko an dem Venenverschluss zu erkranken um das Doppelte erhöht. Das Gericht sah das aber nicht als erwiesen an.

Aktenzeichen 23 U 243/01



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