Flugsicherheit US-Piloten fordern Waffen

Die Piloten der US-Fluggesellschaften wollen sich zu ihrer Selbstverteidigung bewaffnen. Eine Entscheidung darüber, ob Flugkapitäne künftig zumindest Betäubungsgewehre tragen dürfen, könnte nach Information der Zeitung "Washington Post" kommende Woche fallen.


Mehr als 20.000 Piloten haben dem Bericht zufolge eine Forderung unterzeichnet, im Cockpit eine Waffe tragen zu dürfen, um sich gegen Entführer zu verteidigen. Seit den Anschlägen vom 11. September drängen die Piloten auf ein entsprechendes Gesetz. Sie hoffen nicht zuletzt auf eine abschreckende Wirkung auf mögliche Entführer.

Schusswaffen zur Verteidigung des Cockpits?
AP

Schusswaffen zur Verteidigung des Cockpits?

Transportminister Norman Mineta hat sich wiederholt gegen den gefährlichen Einsatz von Schusswaffen an Bord ausgesprochen. Der Minister kann sich nach eigener Darstellung allerdings vorstellen, dass den Piloten Betäubungsgewehre ausgehändigt werden.

Auch die Vereinigung der Flugbegleiter ist bislang gegen eine Bewaffnung der Piloten. Die Stewards wollen einer solchen Regelung nur unter der Bedingung zustimmen, dass die Flugkapitäne verpflichtet werden, sich im Ernstfall auch für die Sicherheit von Crew und Passagieren einzusetzen. Die Flugbegleiter befürchten, die Piloten könnten sich in einer entführten Maschine mit ihren Waffen im Cockpit verschanzen und die Geiseln im Passagierraum sich selbst überlassen.



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