Flugzeugentführung Passagier bedrohte Crew mit Messer

Im Sudan ist eine Flugzeugentführung nach mehreren Stunden glimpflich zu Ende gegangen. Der Täter hat die 284 Passagiere und Besatzungsmitglieder mit einem Messer bedroht. Der 39-Jährige litt offenbar unter psychischen Störungen.

Khartum – Der Täter habe versucht, die sudanesische Maschine auf dem Flug von der libyschen Hauptstadt Tripolis nach Khartum zur Landung in Südafrika zu zwingen, erklärte die Polizei. Der Sudanese, der zuvor aus Libyen ausgewiesen worden sei, habe die 273 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder mit einem Messer bedroht. Nach dreistündiger Verhandlung gab er den Angaben zufolge jedoch auf und wurde nach der Landung in der sudanesischen Hauptstadt festgenommen.

"Der Entführer stürzte in das Cockpit ungefähr eineinhalb Stunden vor der Landung und sagte dem Piloten, dass er einen britischen Botschafter sprechen wolle. Dann wollte er den amerikanischen Botschafter und die Presse treffen", sagte ein Sprecher der Flughafenbehörde. Das Personal des Fliegers habe sich so professionell verhalten, dass die Maschine rechtzeitig in Khartum habe landen können, teilte die Polizei weiter mit. Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge litt der Entführer unter psychischen Störungen.

Ende Januar hatte ein Sudanese versucht, eine Maschine der Fluggesellschaft Air West zu entführen. Der Mann hatte jedoch bald aufgegeben. Er hatte eigenen Angaben zufolge wegen seiner Verfolgung im Sudan Asyl in Großbritannien erzwingen wollen.

abl/AFP/Reuters

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