Frankfurt-Hahn Flughafen plant Terminalgebühr für jeden Passagier

Seit Jahren ist Frankfurt-Hahn ein Verlustgeschäft. Die Betreiber wollen den Flughafen mit Hilfe einer Terminalgebühr für Passagiere wieder rentabel machen. Ryanair kündigte an, dann Strecken streichen zu müssen.


Frankfurt am Main - Der Flughafen Frankfurt-Hahn plant die Einführung einer Terminalnutzungsgebühr, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet. Die soll direkt bei den Passagieren erhoben werden und etwa drei Euro pro Person betragen, hieß es.

Ryanair-Maschinen auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn: Unzufriedenheit über die wirtschaftliche Entwicklung
DPA

Ryanair-Maschinen auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn: Unzufriedenheit über die wirtschaftliche Entwicklung

Der Flughafenbetreiber, die Frankfurter Fraport, hatte sich unzufrieden über die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens Hahn geäußert. Nachhaltig werde die Fraport Verluste des ehemaligen US-Militärflughafens im Hunsrück nicht akzeptieren, hatte Finanzvorstand Matthias Zieschang Anfang November erklärt.

Bei der Billigfluggesellschaft Ryanair, für die Frankfurt-Hahn ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist, stieß die geplante Extragebühr auf heftige Ablehnung. Sollte der Flughafenbetreiber eine solche Gebühr einführen, sei man gezwungen, mehrere Strecken von und nach Frankfurt-Hahn zu streichen. Schließlich seien Fluggäste "extrem preissensitiv" geworden, hieß es in einer Mitteilung.

Frankfurt-Hahn sei eine von zwei Ryanair-Basen, wo die Iren Verluste machten, teilte das Unternehmen mit. Mit einer zusätzlichen Terminalnutzungsgebühr könnten einige Strecken nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden – und müssten deshalb wohl zwangsläufig eingestellt werden. Ryanair habe an dem Flughafen seine Preise schon um 15 bis 20 Prozent reduziert, um weiterhin Passagiere anzulocken.

Der ehemalige US-Militärflughafen im Hunsrück schreibt seit Jahren Verluste. Neben der Fraport AG sind die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen an der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH beteiligt.

sto/dpa-AFX



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