Frankfurt-Hahn Nebel legt Flughafen lahm

Hunderte Passagiere blieben heute im Hunsrück hängen, obwohl sie per Billigflug quer durch Europa fliegen wollten. Dichter Nebel verhinderte Starts und Landungen in Frankfurt-Hahn.


Lautzenhausen - Mindestens neun Passagiermaschinen konnten seit Sonntagabend nicht mehr auf dem kleinen Flughafen im Hunsrück landen. Nach Angaben einer Flughafensprecherin wurden die Flieger nach Köln und Saarbrücken umgeleitet. Die Probleme hingen mit den Arbeiten zur Verlängerung der Start- und Landebahn zusammen. Das Instrumentenlandesystem, das den Piloten beim Landen und Starten im Nebel hilft, sei nicht voll funktionstüchtig gewesen.

Wie die Sprecherin sagte, wurden die Passagiere, die in Köln landen mussten, in Bussen weiter nach Hahn gebracht. Ein Reisender, der mit Ryanair nach Stockholm fliegen wollte, sagte der dpa, auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn wartende Passagiere hätten auf dem Boden im Flughafen oder in Schlafsäcken übernachtet. Es habe kaum Informationen gegeben. Nach Angaben der Flughafensprecherin sollte das Instrumentenlandesystem am Montagabend wieder richtig funktionieren.

Die meisten betroffenen Passagiere waren auf Ryanair-Maschinen gebucht. Sie sollten am Abend auf die nächsten verfügbaren Maschinen verteilt werden. Die irische Billigfluglinie hat auf dem Hahn ihr einziges deutsches Drehkreuz. Der Flughafen verlängert derzeit die einzige Start- und Landebahn um 750 auf 3800 Meter.



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