Fünf Stunden im Wasser Deutsche überlebt Kajakunfall in Neuseeland

Dramatische Rettungsaktion: Unter ihrem Kajak eingeklemmt hat eine deutsche Touristin in Neuseeland einen Unfall überlebt. Ihr Begleiter konnte sie zunächst nicht befreien - die nächste Hütte war mehr als 30 Kilometer entfernt.


Wellington - Die 20-jährige Touristin aus Bayern wurde nach fünf Stunden stark unterkühlt gerettet, berichtete die neuseeländische Zeitung "Dominion Post" am Mittwoch. "Ich hatte einen unbändigen Überlebenswillen", sagte Julia Jahn der Zeitung. "Ich wollte nicht sterben."

Jahn war zusammen mit einem Briten am Freitag zu einer Kajak-Tour auf dem Fluss Whanganui auf der Nordinsel aufgebrochen. Ihr Kajak geriet in eine Stromschnelle, rammte einen Baumstamm, kippte auf die Seite und blieb unter dem Stamm stecken. Der Brite konnte sie nicht befreien. Er paddelte mehr als 30 Kilometer zu einer Hütte, um per Funk die Polizei zu kontaktieren.

Schließlich rasten drei Bauern mit Jetbooten zur Unglücksstelle und befreiten die Touristin aus Bayern. Jahn, die in der Wartezeit mehrfach das Bewusstsein verloren hatte, bezeichnete ihre Retter gegenüber der Zeitung als "Helden". Sie habe jedoch auch Glück gehabt, dass das Wasser nicht kälter war und nicht angestiegen sei, sagte sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus.

sto/dpa



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