Flugausfälle und eingeschränkter Nahverkehr Italien bereitet sich auf Generalstreik am Freitag vor

Italien steht am Freitag ein 24-Stunden-Streik bevor, der den gesamten Verkehr betrifft. Es wird wohl zu starken Einschränkungen im Nahverkehr kommen und zu massiven Flugausfällen.
Piazza Navona in Rom

Piazza Navona in Rom

Foto: DEA / A. VERGANI/ De Agostini/Getty Images

In Deutschland sind Herbstferien - der perfekte Moment für einen Städtetrip, zum Beispiel nach Rom, Mailand oder Florenz. Doch ausgerechnet an einem Freitag im Oktober ist in ganz Italien ein Generalstreik angekündigt, der wohl große Teile des Verkehrs lahmlegen wird. Der Gewerkschaftsbund USB hat für den 21. Oktober zu einem umfassenden Ausstand aufgerufen.

Der Flugsektor soll laut dem Verkehrsministerium den ganzen Tag über bestreikt werden. Die Flughäfen stellen sich bereits auf einen stark eingeschränkten Betrieb ein. Garantiert sein sollen allerdings Flüge zwischen 7 und 10 Uhr sowie zwischen 18 und 21 Uhr, heißt es auf der Website der Zivilen Luftfahrtbehörde Enac. Dort gibt es auch eine Liste mit Flügen , die in jedem Falle sichergestellt werden, unter anderem nationale Verbindungen auf die italienischen Inseln.

Der Zugverkehr ist zwischen 9 und 17 Uhr betroffen, heißt es auf der Website von Trenitalia. Das Unternehmen weist allerdings auch daraufhin, dass es auch vorher und nachher zu Einschränkungen kommen könne. Die Fahrplanänderungen im Fernverkehr  werden online bekanntgegeben. Die Verbindungen mit den roten Freccia-Schnellzügen sollen nach Plan stattfinden.

Rom-Touristen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Flughafen Fiumicino in die Stadt fahren möchte, werden ebenfalls keine Probleme haben - sofern ihr Flug ankommt. Immerhin sei die Verbindung zum Hauptbahnhof Termini mit dem "Leonardo Express" gesichert, heißt es.

Nicht der gesamte Verkehr wird in Italien lahm liegen. In Rom will das Nahverkehrsunternehmen Atac beispielsweise Bus- und Metro-Fahrten zu den Hauptverkehrszeiten durchführen: morgens bis 8:30 Uhr sowie zwischen 17 und 20 Uhr. In anderen Städten sollen ähnliche Angebote gelten.

Die Gewerkschaften wollen mit dem Streik gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung protestieren. Es sind landesweit Demonstrationen geplant.

jus
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