Ohne Gepäck in den Urlaub 30.000 Koffer stranden am Flughafen Frankfurt

Die Herbstferien in Hessen haben mit einem großen Koffer-Chaos begonnen. Am Frankfurter Flughafen fiel die Gepäckförderanlage am Wochenende stundenlang aus. Tausende Urlauber sind betroffen.

Gepäcktransportanlage des Frankfurter Flughafens (Archivfoto)
Torsten Boor/ PA

Gepäcktransportanlage des Frankfurter Flughafens (Archivfoto)


Wenn die Koffer nicht am Urlaubsort ankommen, stellt das Reisende auf die Geduldsprobe. Derzeit betrifft das Tausende Menschen, die am Wochenende vom Frankfurter Flughafen ohne ihr Gepäck losfliegen mussten. Die rund 80 Kilometer lange Gepäckförderanlage war wegen eines technischen Defekts für knapp acht Stunden ausgefallen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Montag sagte.

Mehr als 30.000 Koffer waren demnach am Samstag gestrandet - ausgerechnet zu Beginn der Herbstferien in Hessen. Betroffen von der Panne war laut Fraport vor allem der Abflugbereich.

"Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Gepäckstücke nachzusenden", teilte der Flughafen mit. "Es kann aber sein, dass die Aktualisierung des Trackers noch ein bisschen dauert", heißt es im Twitter-Account des Airports. "Unsere Kollegen geben ihr bestes, um alles so schnell wie möglich nachzuschicken."

Mitarbeiter des Flughafens hätten zusätzliche Nachtschichten eingelegt, um den Kofferstau zu bewältigen. Am Montagabend sollte der Großteil der Koffer bei ihren Besitzern sein.

Wie genau es zu dem Ausfall kam, wird nun ermittelt. Die Anlage bewältigt an Spitzentagen den Transport von etwa 120.000 Gepäckstücken. "In der Regel ist die Maschine sehr zuverlässig." Seit 1972 sei die Anlage in Betrieb und seitdem gemeinsam mit dem Flughafen kontinuierlich gewachsen.

Welche Rechte haben Pauschalreisende?

Wenn der Koffer nicht rechtzeitig am Urlaubsziel ankommt, dürfen Pauschalreisende den Preis mindern. "Haben Sie eine Pauschalreise gebucht, melden Sie die Beschädigung oder den Verlust Ihres Gepäcks schnellstmöglich (auch) Ihrem Reiseveranstalter", heißt es auf der Website des Bundesministeriums der Justiz für Verbraucherschutz. "Dieser hat nach dem Gesetz nämlich grundsätzlich dafür einzustehen, dass Ihre Reise auch so verläuft, wie sie Ihnen zugesichert wurde."

Am besten melden Urlauber direkt nach der Landung den Verlust ihres Koffers am "Lost-and-Found"-Schalter des Flughafens. Dort gibt es eine Bescheinigung, die Betroffene später dem Reiseleiter vor Ort zeigen können. Wie viele Tage Reisende auf ihr Gepäck warten müssen, beeinflusst die Höhe der Preisminderung.

jus/dpa

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