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75-Jahre-Jubiläum: Lichterglanz über der Golden Gate Bridge

Foto: EZRA SHAW/ AFP

75 Jahre Golden Gate Bridge Lichterglanz und ein Mahnmal aus Schuhen

Tausende feiern das Jubiläum eines Wahrzeichens: Vor 75 Jahren wurde die Golden Gate Bridge in San Francisco eröffnet. An ihrem Geburtstag war die Brücke zweitweise gesperrt - die Veranstalter haben aus der Vergangenheit gelernt.

Goldfarben ist sie nicht, die wohl bekannteste Brücke der Welt - und trotzdem dürfte sich der Ruhm der Golden Gate Bridge zu einem guten Teil auf ihrem Anstrich gründen: das satte Orange, korrekt als "International Orange" bezeichnet, macht das Bauwerk seit 75 Jahren unverwechselbar.

Am 27. Mai 1937 wurde die Brücke eingeweiht. Damals war in nur vier Jahren ein Konstrukt der Superlative fertiggestellt worden: Mit einer Spannweite zwischen den Pfeilern von 1280 Metern war die Golden Gate Bridge viele Jahre die längste Hängebrücke der Welt.

Erst 1964 stahl ihr New Yorks Verrazano Narrows Bridge den Titel. Seit 1998 hält die japanische Akashi-Kaikyo-Brücke mit 1991 Metern Spannweite den Rekord. In den Status eines Wahrzeichens haben es beide Bauwerke trotzdem nicht gebracht - die Golde Gate Bridge steht nach wie als Symbol für die Vereinigten Staaten von Amerika. Einzige Konkurrentin: die Freiheitsstatue.

20 Minuten taghelle Nacht

Der 75. Geburtstag wurde deshalb gebührend gefeiert: Bootsparaden wurden abgehalten, Augenzeugen erzählten von der Eröffnung im Jahr 1937, Brückenmaler und Ingenieure berichteten über den Bau. Höhepunkt der Party war ein 20-minütiger Lichterregen, der auf die Hängebrücke hinabprasselte.

Für das Feuerwerk war die Brücke für Fußgänger und Autos gesperrt worden. Beim 50. Jubiläum - das als Fußgängertag gefeiert wurde - waren mehr als 300.000 Menschen von beiden Seiten auf die Brücke geströmt. Die gewöhnlich leicht nach oben gebogene Fahrtrasse drückte sich unter ihrer Masse durch. Die kühne Konstruktion hielt damals stand, doch die Verantwortlichen zitterten. Diesmal hatten die Veranstalter einen mehrere Kilometer langen Küstenabschnitt zum Party-Gelände unter freiem Himmel gemacht.

Auch der vielen Suizidopfer wurde gedacht. 1558 Paar Schuhe waren als Mahnmal nebeneinander aufgereiht. Das ist die offizielle Zahl der Menschen, die seit 1937 nach einem Sprung aus 70 Metern Höhe ums Leben gekommen sind.

cst/dpa
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