Grenze zu Bulgarien Betrügerische Beamte verlangen Schweinegrippe-Attest

Vorsicht bei der Einreise nach Bulgarien: Mit einem Trick kassieren korrupte Beamte an der Grenze angebliche Bußgelder, warnt der ADAC. Opfer sind Touristen, die ein zu Unrecht verlangtes Schweinegrippe-Gesundheitsattest nicht vorlegen können.


München - Der Automobilclub ADAC warnt Bulgarien-Reisende vor einer angeblichen "Schweinegrippe-Zwangsimpfung" an der Grenze. Einzelne korrupte Beamte verlangten zu Unrecht ein Gesundheitsattest, das nachweise, dass die Touristen nicht erkrankt seien, und kassierten Bußgelder, erklärte der ADAC am Dienstag in München.

Touristen sollten sich auf keinen Fall vor Ort impfen lassen, warnt der Club. Weder gebe es einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe noch wisse man, was einem dort gespritzt würde.

Die bulgarische Botschaft habe bereits auf die Betrugsfälle reagiert, erklärte der Automobilclub. Unter "mfa.bg/berlin" könne man ein zweisprachiges Dokument herunterladen, das bestätige, dass kein Attest erforderlich sei. Dies solle korrupte Beamte abschrecken.

Wer dennoch abkassiert werde, solle sich den Zeitpunkt, den Grenzübergang, den Namen des Beamten sowie die Farbe der Uniform (grün oder blau) notieren und sofort telefonisch die bulgarische Botschaft in Berlin über den Vorfall informieren.

abl/AP



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