Größtes Kreuzfahrtschiff der Welt Gesichter der Oasis

Arbeitsplatz Gigakreuzer: Auf der "Oasis of the Seas", dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt, arbeiten 2161 Crewmitglieder aus 71 Ländern. SPIEGEL ONLINE stellt zehn von ihnen vor und erzählt ihre Geschichten - vom Kapitän bis zur Köchin, vom Tauchlehrer bis zum Gärtner.
Fotostrecke

Gesichter der "Oasis of the Seas": Vom Kapitän bis zur Köchin

Foto: JOE SKIPPER/ REUTERS

Sie wachen fast jeden Tag in einem anderen Land auf, verbringen Monate auf See: Für manchen ist ein Job auf einem Kreuzfahrtschiff ein Traum. Doch gleichzeitig ist es harte Arbeit mit vielen Überstunden, Trennung von der Familie, oft ohne Erholungspausen am Wochenende.

Auf der "Oasis of the Seas", dem weltgrößten Kreuzfahrtschiff, das am Montag getauft wird, arbeiten fast 2200 Menschen für den reibungslosen Ablauf des Giga-Unternehmens Massenkreuzfahrt. Ihre Geschichten und Lebenswege sind so vielfältig wie ihre Herkunftsländer - SPIEGEL ONLINE stellt zehn Mitarbeiter vor.

Der Kapitän: Bewährungsprobe bei schwerer See

William Wright, Miami, USA

Kapitän William Wright: Herrscher über 225.000 BRZ und 2161 Crew-Mitglieder

Kapitän William Wright: Herrscher über 225.000 BRZ und 2161 Crew-Mitglieder

Foto: Royal Caribbean

Die erste Transatlantikfahrt der "Oasis of the Seas" war rau. "25 Meter hohe Wellen schlugen gegen das Schiff", erzählt William Wright über die Überführung von der STX-Werft in Turku nach Fort Lauderdale in Florida, "doch unter Deck probten die Eistänzer weiter." Der Kapitän steht auf der Brücke des neuen Flaggschiffs der US-Reederei Royal Caribbean. 63 Meter breit, ragt die Kommandozentrale auf Deck 12 weit über den Rumpf des Schiffes hinaus. Fast verloren wirken die Steuereinheiten, Bildschirme und Bedienungspulte, die sich in der Mitte ballen. Und kaum zu erkennen sind die handlichen Joysticks, die ein herkömmliches Steuerrad ersetzen. Mit ihrer Hilfe kann Wright das 225.000 BRZ große und 360 Meter lange Schiff zentimetergenau in alle Richtungen navigieren.

Geboren in Miami, war der Amerikaner Wright durch seine norwegische Mutter fast schon prädestiniert, Seefahrer zu werden. Als Deckhelfer an Bord eines kommerziellen Tauchschiffs hat er in den Bahamas seine Karriere begonnen, inzwischen ist Wright Chefkapitän bei Royal Caribbean und zuständig für die nautischen Tests aller Neubauten.

Nach mehr als 20 Jahren in der Heimat seiner Mutter pendelt er heute zwischen Miami und dem kleinen norwegischen Bergort Roros. Abgelöst wird er nach der ersten Saison von zwei Vollblut-Norwegern, den Kapitänen Tor Isak Olsen und Thore Thorolvsen. Wright wird sich dann dem nächsten Neuzugang der Flotte widmen: Die "Allure of the Seas" soll 2010 im Kielwasser ihrer Schwester "Oasis" schwimmen.

Die Kinderunterhalterin - fliegende Schweine und stolpernde Kids

Ana Isabel Escamilla, 25, Monterrey, Mexiko

Arbeitsplatz im Kinderland: Ana Isabel aus Mexiko

Arbeitsplatz im Kinderland: Ana Isabel aus Mexiko

Foto: SPIEGEL ONLINE

Wer zu Ana Isabel will, der muss an fliegenden Schweinen vorbei, an Hühnern und Affen und ist dann mitten im Kinder- und Jugendparadies der "Oasis", in der 2660 Quadratmeter großen knallbunten "Youth Zone". Vorbei an sonnenverbrannten Eltern, die ihre von den visuellen Eindrücken des Giga-Schiffes ermüdeten Sprösslinge hier parken wollen. Die 25-jährige Mexikanerin aus Monterrey ist Kinderbetreuerin, sie wartet bei den "Aquanauts" auf Deck 14 auf Kundschaft.

Trainiert hat sie ihr Können an einer anderen Klientel als an dem Nachwuchs der Kreuzfahrer: Ein Jahr lang hat die studierte Medienwissenschaftlerin in Puebla in einem Heim für Straßenkinder gearbeitet, brachte an ihrer Universität anderen Studenten das journalistische Schreiben bei - bis sie ein Praktikum in einem Disneyland in den USA machte.

Ana Isabel fand Geschmack an der poppigen Kunstwelt und ließ sich von der Reederei Royal Carribean als "Youth Staff" einstellen. Heimweh? Nein, sie lacht, wie so viele der jungen Angestellten auf der "Oasis" ist sie das Reisen gewöhnt und schon fast zwei Jahre auf Schiffen unterwegs. Sollte es irgendwann wieder ein Landleben sein, möchte sie wieder an der Uni lehren, ihren Master in Marketing machen - und dann irgendwas mit Tourismus.

Ana Isabel schreckt auf: Vor ihr kollabiert ein etwa Dreijähriger kurzfristig mit seinem Stoffhäuschen, spielt aber zufrieden weiter. Heute ist es ruhig bei den "Aquanauts". Statt im Indoor-Spielpark toben die Kleinen lieber in den Pools unter den augenbetäubend bunt geringelten Nana-Figuren ein Deck höher.

Der Gärtner - Träume von Tapioka

Laszlo Turos, 40, US-Ungarn

Gärtner Laszlo: Über 12.000 Pflanzen wachsen im Central Park der "Oasis of the Seas"

Gärtner Laszlo: Über 12.000 Pflanzen wachsen im Central Park der "Oasis of the Seas"

Foto: SPIEGEL ONLINE

Laszlo kann sich erster Hochseegärtner nennen. Oder erster Park-Beauftragter auf einem Kreuzfahrtschiff. In seinem Refugium auf Deck 8 zwitschern zwar keine Vögel - wenn sich vielleicht auch mal eine Möwe ins Grün verirren könnte -, nein, hier wummert Disco-Beat. Auf der "Oasis of the Seas" ist eine Grünanlage in einem Innenhof entstanden, der von schier endlosen Reihen an Balkons auf scheinbar zahllosen Decks gesäumt wird. Und unter den weißen Schiffsinnenwänden grünen und blühen über 12.000 Pflanzen, darunter 56 Bäume und Bambusbüsche.

"Wir wollten auch einen Schaugarten anlegen", erzählt der 40-jährige gebürtige Ungar mit US-Pass, "mit Tapioka, Kaffee, Kakaobaum - doch die Landwirtschaftsbehörde der USA hat diese Arten nicht erlaubt." Das Amt muss die Gefahren beachten, die so ein internationales Schiff durch eventuelle Schädlinge in fremde Länder bringen kann. Wenn an Bord ein Baum stirbt, dann darf er nicht mehr an Land gebracht werden. Er wird in der Müllverbrennungsanlage der "Oasis" bei 850 Grad Celsius samt Blättern und Wurzeln verbrannt.

Dafür finden die Kreuzfahrtgäste, die über die von Landschaftsgärtnern gestalteten Wege flanieren, nun unter den tropischen Pflanzen Zimt, Ananas, Bananen und den kleinblättrigen Olivembaum "Shady Lady". Sorgfältig eingepasst in 2400 Aluminiumboxen, von denen kaum eine der anderen ähnelt und die in die 46 Beete verfrachtet werden mussten - das war wie ein Puzzle, sagt Lazlo.

Der Zimmerservice - mehr Geld als alle Mitschüler

Catur Wattimena, 34, Bandung auf Java, Indonesien

Schiffs-Angestellter Catur: Die Tochter soll in den USA studieren können

Schiffs-Angestellter Catur: Die Tochter soll in den USA studieren können

Foto: SPIEGEL ONLINE

"Wenn meine Frau sagen würde, bleib zu Hause", sagt Catur, "dann würde ich das sofort machen." Der lebhafte Javaner schüttelt amüsiert über diese Idee den Kopf, doch sie unterstütze ihn, sagt ihm, er solle fahren. Seine Frau sei schon immer seine beste Freundin gewesen, erzählt der 34-Jährige, seit ihrer Schulzeit.

Seit fast zehn Jahren arbeitet Catur an Bord von Kreuzfahrtschiffen. In seiner Heimat hat er drei Jahre lang auf der Hotelschule gelernt. So gut wie er im Zimmerservice auf der "Oasis" verdiene heute keiner seiner Mitschüler, auch jene nicht, die heute Manager sind. Die Wirtschaft Indonesiens sei einfach zu schlecht. Die ersten Jahre fern seiner Familie seien hart gewesen, aber inzwischen bringe es ihm Spaß.

Catur hat ein Ziel: Er will, dass seine Tochter studieren kann, und das am besten in den USA. Dafür hat er eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen. Seine Tochter ist heute drei. Wenn es geht, dann telefoniert er jeden Tag mit ihr, per Skype-Verbindung und Webcam können sie sich sehen. Doch die sechs Monate des 34-Jährigen auf See sind eine lange Zeit für die Familie. Fast zehn Stunden am Tag arbeitet Catur an Bord. Wenn er seinen Dienst gegen 22 Uhr beendet, geht er noch zum Mitternachtsbufett der Crew - in einem streng abgeriegelten Bereich auf den unteren Decks, einer Welt, die bei weitem internationaler ist als die auf den Gästedecks.

Der Eistänzer - Märchen im Kostüm

Danny Clausen, 32, Anchorage, USA

Eistänzer Danny: Angeln als Kontrastprogramm

Eistänzer Danny: Angeln als Kontrastprogramm

Foto: SPIEGEL ONLINE

Zwischen seiner kalten Heimat Alaska und seinem Job als Eistänzer - oder Ice Skater, wie er genannt werden will -, bestehe kein Zusammenhang, sagt Danny. Es sei einfach seine Heimat. Der 32-Jährige aus Anchorage ist schon mit sechs Jahren über das Eis geflitzt. "Meine Schwester begann mit dem Schlittschuhlaufen, und ich habe sie immer genervt", erzählt Danny, "da sollte ich dann mitmachen." Auf der "Oasis" ist er nun der "Eiskapitän", er organisiert und managt das Team aus insgesamt zehn Läufern und kontrolliert die Choreografie der Eisshow "Frozen in Time", in der die Märchen von Hans Christian Andersen mit phantasievollen Kostümen aufs Eis gebracht werden.

Nach seiner Zeit als Sportler auf nationalen Wettkämpfen begann er mit dem Show-Skaten und ist nun seit sechs Jahren auf den Eislaufbahnen der Royal-Caribbean-Schiffe unterwegs. Wenn Dannys Zeit auf See wieder mal unterbrochen ist, dann genießt er ein Kontrastprogramm zu Show- und Kreuzfahrtschiff-Rummel: Er geht in Alaska angeln.

Der Turmspringer - Akrobatik im Aquatheater

Augustin Sanchez Villalba, 28, Madrid, Spanien

Turmspringer Augustin: Aus zehn Meter Höhe ins Wasser

Turmspringer Augustin: Aus zehn Meter Höhe ins Wasser

Foto: SPIEGEL ONLINE

Wenn Augustin springt, dann ist Showtime im Aquatheater am Heck der "Oasis of the Seas". Dort, wo ein riesiges Loch im Rumpf des Giga-Schiffes klafft, in das ein Amphitheater gebaut wurde. Ein einmaliger Anblick an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Und doch wirkt die Theateranlage seltsam klein. Denn der gesamte Innenhof des hinteren Schiffsteils wird zum Zuschauerraum, auf den Balkons warten die Gäste auf die nur 30 Minuten lange Akrobatik- und Turmspringshow. Und wenn Augustin aus zehn Meter Höhe hinabspringt, sich dreht und wendet und schließlich in das nur gut 5,40 Meter tiefe Wasserbecken eintaucht, dann herrscht zunächst gebanntes Schweigen, bevor die Zuschauer applaudieren.

Die Spezialität des 28-jährigen Spaniers ist Turmspringen, aber er kann auch Akrobatik, Trampolinspringen und alles, was gebraucht wird. "Das Leben als Artist ist nicht so einfach, manchmal muss man sich anpassen", sagt Augustin und lächelt. Seit sieben Jahren ist er mit seinen Künsten in Shows und Zirkussen unterwegs.

Vor sechs Jahren hat er mit den Wettbewerben aufgehört. "Wir alle haben an Wettkämpfen teilgenommen", erzählt er, einige seiner Kollegen waren auch bei den Olympischen Spielen dabei. In der Truppe gibt es zwei Hochspringer, die den beeindruckenden Sturz von der 17-Meter-Plattform wagen, und sechs weitere Artisten. Auch Augustin hat denn Giga-Sprung in den letzten fünf Jahren gewagt, er ist der Ersatz-"Highdiver" auf der "Oasis".

Die Physiotherapeutin - Massage mit Ellenbogen

Elenor Wiberg, 27, aus Göteborg in Schweden

Wellness als Beruf: Elenor (rechts im Bild) arbeitet als Physiotherapeutin

Wellness als Beruf: Elenor (rechts im Bild) arbeitet als Physiotherapeutin

Foto: SPIEGEL ONLINE

Heiße Steine, Bambus-Stöcke oder Kräuterkissen? Wer im ""Vitality at Sea" relaxen will, muss zuerst zahlen. Und zwar ziemlich happige Preise: Für eine ausgiebige Hot-Stone-Massage werden 195 Dollar, für einen Dampfsauna-Aufenthalt 30 Dollar und für eine Express-Rasur 45 Dollar von der Kreditkarte abgebucht. Und wer entspannen will, leidet zunächst auch körperlich. Denn die Stöcke, die am Eingang des Spa-Bereichs auf Deck 5 vorgeführt werden, sind keine Stöckchen. Zudem kommen sie heiß zum Einsatz.

Elenor setzt eher auf ihre Ellenbogen. Die Physiotherapeutin verfolgt mit sanftem Druck jeden Knoten und jedes Knötchen. Für die 27-jährige Göteborgerin ist es der erste Einsatz auf See. Neugier auf die Welt und auf Leute aus aller Welt, Lust auf Abenteuer und die Hoffnung, daran persönlich zu wachsen, haben sie Bord gelockt. Die 22-jährige Kosmetikerin Marca Theron aus Johannisburg in Südafrika ist dagegen schon abgeklärter. Noch drei-, viermal werde sie einen Vertrag über sechs Monate eingehen, dann aber würde sie gerne an Land arbeiten. "Solange ich aber Single bin", bleibe sie auf See.

Der Tauchlehrer - Grundkurs auf den Bahamas

Robert Bryant, 49, aus London, Großbritannien

Tauchen statt Faulenzen: Bei Robert können Passagiere den Open-Water-Kurs machen

Tauchen statt Faulenzen: Bei Robert können Passagiere den Open-Water-Kurs machen

Foto: SPIEGEL ONLINE

Für Robert waren die britischen Meere nicht tief genug. Mit 37 verabschiedete sich der Biologe nach 15 Jahren beim Gewässeramt in Bangor, im Norden von Wales, aus seinem alten Leben und ging tauchen. Lange hatte er den Sport als Hobby betrieben, bis er bei einem Sabbatical in Belize bei einem Umweltprojekt landete. Dort brachte er Jugendlichen das Tauchen bei, damit sie Korallenriffe auf Schäden inspizieren konnten. Robert war bereit für den Ausstieg. Und verbrachte die nächsten fünf Jahre als Tauchlehrer in der Südkaribik.

Nach einem Abstecher über Großbritannien heuerte er bei Royal Caribbean an. In dem Tauchshop der Reederei auf dem Pooldeck 15 bietet der massige Mann Ausbildungskurse zum Padi Open Water Diver an, zum ersten Tauchergrad, der zum Abtauchen bis in 20 Meter Tiefe befähigt. Wer sich vom relaxten Liegestuhl- und Whirlpool-Leben trennen kann, schafft mit einem halben Tag Theorie, einem halben Tag Pooltauchen und einem Tauchgang auf einer Bahamas-Insel die erste Hälfte des Lehrgangs.

Robert macht auch heute noch gerne Urlaub. Wenn er aber nach sechs Monaten auf See frei hat, dann fährt er nach Großbritannien, nach London.

Der Kletterer - Sicherheit an der Seilrutsche

Hugo Lopes, 24, aus Portugal, Kletterlehrer

Kletterlehrer Hugo mit Kollegin: "Das muss man einmal im Leben gemacht haben"

Kletterlehrer Hugo mit Kollegin: "Das muss man einmal im Leben gemacht haben"

Foto: SPIEGEL ONLINE

Hugo hat wenig Zeit. Grade fliegt ihm eine Frau nach der anderen in die Arme. "Füße hoch", ruft der 24-jährige Portugiese den Seilrutschern entgegen, bevor sie mit einem Rumms an der Endstation andocken und Hugo sie sichern kann. Hinter ihnen liegt eine Fahrt mit der "Zip Line". Die erste Seilbahn an Bord eines Schiffes ist quer über die neun Decks tiefe Schlucht gespannt, die sich längs durch das Heck der "Oasis" zieht. "Das muss man einmal im Leben gemacht haben", ruft eine atemlose Mittvierzigerin, "aber auch nur einmal!" Ihre Töchter sind da euphorischer, einmal reicht ihnen nicht.

Nur wenige Sekunden dauert die Rutschfahrt über den Abgrund. Doch der Adrenalinstoß beginnt bereits, wenn Hugos Kollegin an der Einstiegsstelle das Klettergeschirr anpasst. Sie zieht die Gurte fest, kontrolliert den Helm, hängt ihren Gast ans Seil und warnt Hugo per Sprechfunk vor. Zwei Monate lang haben die Zip-Line-Betreuer geprobt, ans Seil darf nur, wer weniger als 125 Kilogramm wiegt.

Nach dem Schichtwechsel erzählt der Portugiese, dass er bereits während des Sportstudiums im Norden seiner Heimat mit dem Klettern begonnen hat. Jetzt gehört er zum Instructor-Team auf der "Oasis", das gleich zwei Kletterwände am Heck des Schiffes betreut.

Die Köchin - 1,5 Tage für einen Banana Split

Keriann Von Raesfeld, 23, Kalifornien, USA

Keriann Von Raesfeld: Als Tweenie schon Chefköchin im Edel-Restaurant

Keriann Von Raesfeld: Als Tweenie schon Chefköchin im Edel-Restaurant

Foto: Royal Caribbean

"Gnocchi with Chanterelles", steht auf dem Menü, an kandiertem Schinken, Thymian-Sauce und Marsala-Schaum. Das klingt ungewöhnlich. Dabei verspricht Keriann doch "Gerichte wie von meiner Großmutter", aber "more fun", spielerischer und sexy. Eben wie moderne kalifornische Küche so sei. Die zierliche blonde Köchin ist erst 23 Jahre alt und hat auf der "Oasis of the Seas" soeben ihr erstes Restaurant übernommen.

Statt eines altgedienten Kochstars wagten die Reederei-Verantwortlichen, die junge Frau zu engagieren. Ein Jahr lang wird sie ihre kulinarischen Ideen im "150 Central Park" auf Deck 8 umsetzen dürfen, in einem von 24 Restaurants, Bars, Snack-Bars, die über das Megaschiff verstreut sind.

Sterne hat sich die Kalifornierin noch nicht erkocht, gewann aber 2008 den Titel "Best Young Cook in the World" in Dubai - als erste Frau und als erste Amerikanerin. Und mit dem US-Team ergatterte sie die Goldmedaille bei der Olympiade der Köche in Erfurt. Für ihren Banana Split soll sie 1,5 Tage benötigen, es handelt sich hierbei um: pochiertes Bananeneis auf Weißer-Schokoladen-Bananencrêpe mit beschwipsten Kirschen und Ananas-Bubbles. Und das hört sich eigentlich wenig sexy an, sondern sehr nach einem erfüllten Kreuzfahrtschiff-Leben an - viele Kalorien in kurzer Zeit.

Mehr lesen über