Fuhlsbüttel Hamburg tauft Flughafen auf "Helmut Schmidt"

München hat seinen Franz-Josef-Strauß-Flughafen, Hamburg ab heute seinen "Airport Helmut Schmidt". Zum ersten Todestag des ehemaligen Bundeskanzlers erhält der Fuhlsbüttler Flughafen den Namenszusatz.

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Der Schriftzug ist schon installiert, nun folgt der Festempfang: Der Hamburger Airport erhält am Mittag offiziell den Namenszusatz "Helmut Schmidt". Damit erweitert der Flughafen der Hansestadt zum ersten Todestag des ehemaligen Bundeskanzlers seinen Namen. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Schmidts Tochter Susanne Schmidt-Kennedy werden vor Ort sein.

Mit dem Schritt wollen Flughafen und Stadt den SPD-Politiker würdigen, der am 10. November 2015 im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in Hamburg-Langenhorn nahe dem Flughafen starb. Schmidt war zwischen 1974 und 1982 Bundeskanzler und einer der prägenden Protagonisten deutscher Nachkriegspolitik. Der gebürtige Hamburger war zu Lebzeiten unter anderem auch Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats des Flughafens.

Bis zur Gedenkfeier sollte im Terminal 2 eine Ausstellung fertig sein, die an Schmidts Lebenswerk und das seiner 2010 gestorbenen Frau und Ehrenbürgerin Loki erinnert. Zudem wurden überdimensionale Willkommensschilder mit einem Porträt des berühmten Hanseaten an der Anfahrt zum Flughafen aufgestellt.

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Auch an der Hamburger Bucerius Law School werden Studenten nicht an ihm vorbei kommen: Der Name des früheren Bundeskanzlers prangt nun auf der Glasfassade des großen Hörsaals der privaten Hochschule für Rechtswissenschaften - dem "Helmut Schmidt Auditorium".

Im Foyer erinnert eine von dem Künstler Manfred Sihle-Wissel geschaffene Büste an den Ehrenbürger der Hansestadt. "Diese eindrucksvolle Hamburger Persönlichkeit zu ehren, ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Zeit-Stiftung, Manfred Lahnstein. Schmidt war zuletzt Herausgeber der von Gerd Bucerius (1906-1995) im Jahr 1946 in Hamburg gegründeten Wochenzeitung "Die Zeit" und gehörte früher dem Kuratorium der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius an.

abl/dpa/AFP

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