Hauptbahnhof in Hannover Züge stehen stundenlang still

Viele Fahrgäste zeigten sich wütend, andere nahmen es mit Humor: Am Hauptbahnhof Hannover gab es über Stunden Behinderungen im Nah- und Fernverkehr. An den Schaltern bildeten sich lange Schlangen.

Wartende am Hauptbahnhof Hannover
DPA

Wartende am Hauptbahnhof Hannover


Stillstehende Züge, verärgerte Reisende: Der Ausfall eines Stellwerks hat am Sonntag stundenlang den Hauptbahnhof Hannover lahmgelegt. Es gab Behinderungen im Nah- und Fernverkehr.

Am frühen Abend war die Stellwerksstörung nach Angaben der Bahn beendet. Die Züge der S-Bahn Hannover und die Regionalexpresszüge der Linien RE 1 und 8 könnten wieder den Hauptbahnhof anfahren. Es komme aber noch bis Betriebsschluss zu Verspätungen und Teilausfällen, teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit.

Am Hauptbahnhof der niedersächsischen Landeshauptstadt - einem wichtigen Knotenpunkt für ganz Deutschland - bildeten sich lange Schlangen vor den Infoständen. Viele Fahrgäste machten ihrem Unmut im Internet Luft, andere nahmen es mit Humor oder bedankten sich für Tipps. Passagiere saßen teilweise 1,5 Stunden im ICE vor dem Hauptbahnhof fest, bevor ihr Zug wieder zurückfuhr.

Bereits Anfang Dezember hatte ein Kabelbrand den Hauptbahnhof Hannover für Stunden lahmgelegt und Reisende stranden lassen. Die Ursache der aktuellen Störung war noch unklar.

wal/dpa



insgesamt 23 Beiträge
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MisterD 13.01.2019
1. Das Netz der Deutschen Bahn...
stammt in vielen Gegenden noch aus Kaisers Zeiten. Das spricht einerseits für die gute Arbeit unserer Vorfahren, andererseits spricht es aber Bände, wie die Bahn mit ihrer Infrastruktur umgeht. Die Zeiten der vorbeugenden Instandhaltung sind vorbei, es wird auf Verschleiß gefahren, repariert wird nur, wenn was kaputt geht... das machen alle Firmen so, klar. Aber wenn bei Daimler die Bänder stehen, liegt der Schaden bei Daimler. Wenn die Bahn nicht fährt, liegt der Schaden (auch) bei mir bzw. meiner Firma. Denn wenn ich bei 5°C und mit Gepäck am Bahnhof stehe und warte, kann ich nicht arbeiten. Der volkswirtschaftliche Schaden, den die Bahn jeden Tag verursacht... puh... man kann nur hoffen, dass die Bahn endlich investiert, sonst geht in 10 Jahren gar nix mehr...
marlang 13.01.2019
2. Was ein Glück...
...jetzt wirds der Pofalla richten. Erste Maßnahme: Hannovers Hauptbahnhof schließen, damit es dort keine Pannen mehr geben kann.
holger_s. 13.01.2019
3.
seitdem die "CeBit" nun Geschichte ist, braucht man ja auch keinen Bahnhof gemäß der entsprechenden (ehemaligen) Kapazitäten mehr. die Bahn ist da durchaus konsequent :-)
new#head 14.01.2019
4.
Wenn der wirtschaftliche Schaden direkte Konsequenzen hätte und für die Verantwortlichen direkte persönliche Konsequenzen, dann sähe das anders aus bei der Bahn. In jedem verantwortungsbewussten Unternehmen gibt es Notfallpläne und entsprechende technische Lösungen, die in solchen Fällen greifen Aber letzendlich hat die Bahn das Monopol und vertraut blind auf ihre Technik. Wenn es schief geht, dann gibt es die Generalformel: " Kann ja mal passieren"
hansriedl 14.01.2019
5. Züge stehen stundenlang still
Nach fünfzig Jahren wieder mal mit der Bahn gefahren. Musste von Vorarlberg nach Tirol, Bad Häring. Wegen den schlechten Wetter wählte ich die sichere Reise mit den Zug. Schon vor den Arlberg die erste Ankündigung, Wartezeit wegen?? Mit einer Verspätung von 30 Minuten angekommen. Rückreise. Schon Anfangs 30 Minuten Verspätung, unterwegs gleich zwei mal Wartezeit. Insgesamt ca. eine gute Stunde. Aber was wichtiger ist, wieder sicher zu hause angelangt. Was mir am besten gefallen hat, die modernen Waggons, ein Quantensprung seit den Sechzigern. Was noch? bei der Rückreise eine lustige Damengesellschaft aus Chur, da dauert sogar die Verspätung nicht lange genug.
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