Leitern am Hillary Step Nepal will Gipfelbesteigung des Everest erleichtern

Am Hillary Step hat sich schon manches Drama abgespielt. Die Steinstufe kurz unter dem Gipfel des Mount Everest ist schwer zu erklimmen - hier bilden sich zur Hauptsaison immer wieder Bergsteigerstaus. Die nepalesische Regierung will den Engpass entschärfen.
Hillary Step: Engpass für Everest-Bergsteiger

Hillary Step: Engpass für Everest-Bergsteiger

Foto: AP/ Alpenglow Expeditions

Katmandu - Fast 60 Jahre nach der Erstbesteigung herrscht Stau am Mount Everest - jedenfalls zur Hauptsaison im Frühsommer, wenn bei günstigem Wetter Dutzende Bergsteiger am Morgen den Gipfel erreichen wollen. Denn in etwa 8760 Meter Höhe bildet der Hillary Step, eine zwölf Meter hohe Felsstufe, das letzte Hindernis auf dem Weg zum 8848 Meter hohen Ziel. Immer wieder entstehen durch stundenlanges Warten gefährliche Situation.

Die nepalesische Regierung erwägt daher dort die Installation von Leitern: "Es gibt einen Stau am Hillary Step in der Hauptsaison von April bis Juni, und daher ziehen wir in Betracht, dort Leitern anzubringen", sagte der Sprecher des Tourismusministeriums, Mohan Krishna Sapkota, der Nachrichtenagentur AFP.

Wann dies geschehen solle, sei noch unklar. Expeditionsleiter hatten in der vergangenen Woche bereits angekündigt, an schwierigen Passagen zusätzliche Seile zu befestigen, um lange Wartezeiten für die Bergsteiger zu verhindern. Schon im vergangenen Jahr hatte die Vereinigung der Expeditionsveranstalter in Nepal die Installation einer Leiter am Hillary Step angekündigt.

Die Steinstufe auf dem südöstlichen Gipfelgrad ist benannt nach Sir Edmund Hillary, der gemeinsam mit dem nepalesischen Sherpa Norgay im Mai 1953 als erster Mensch den höchsten Berg der Welt erreichte. Jährlich versuchen Hunderte Bergsteiger den strapaziösen Aufstieg zum "Dach der Welt". Mehr als 300 Alpinisten kamen dabei bislang ums Leben.

Den großen Andrang am Mount Everest betrachten viele inzwischen mit Sorge. Im vergangenen Sommer lieferten sich europäische Bergsteiger und einheimische Träger eine Schlägerei. Die Regierung in Katmandu kündigte an, Soldaten und Polizisten als Streitschlichter in den Basislagern zu stationieren.

abl/AFP
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