Hochgeschwindigkeitszug China weiht neues Schienennetz ein

In China verkehren künftig Hochgeschwindigkeitszüge. Bis zu 250 Stundenkilometer erreichen die Bahnen auf dem 6000 Kilometer langen Netz. Schon gibt es Pläne für eine weitere Expansion – auch ein deutscher Konzern ist am Bau beteiligt.


Peking - China nahm heute sein neues 6000 Kilometer langes Netz in Betrieb, auf denen Züge mit bis zu 250 Stundenkilometern fahren können, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zunächst sollen 140 Züge zum Einsatz kommen, die unter anderem auch vom deutschen Siemens-Konzern gebaut wurden. Bis zum Ende des Jahres soll ihre Zahl fast verdoppelt werden. Damit soll die Geschwindigkeit der chinesischen Bahn weiter erhöht werden, die von 60 Stundenkilometern 1996 bis heute bereits auf 160 Stundenkilometer stieg.

Obwohl die chinesische Regierung versichert, das Land beherrsche die Technologie für Hochgeschwindigkeitszüge, sind die neuen Züge von ausländischen Konzernen gebaut worden. Neben Siemens waren dies Mitsubishi-Kawasaki aus Japan, Bombardier aus Kanada und Alstom aus Frankreich.

Dem Infrastruktur-Plan des Landes zufolge will China bis zum Jahr 2020 über 100.000 Kilometer Schienenwege verfügen. Bis dahin will das Land das Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken auf rund 13.000 Kilometer ausbauen. Auf einzelnen Strecken wie zwischen der Hauptstadt Peking und der Wirtschaftsmetropole Shanghai sollen die Züge dann sogar mit rund 300 Stundenkilometern fahren.

Einst war auch die deutsche Schwebebahn-Technik Transrapid für die Strecke zwischen den beiden Städten im Gespräch. Heute fährt der Transrapid in China lediglich vom Flughafen von Shanghai in die Innenstadt. Über eine Verlängerung der Strecke wird verhandelt.

sto/AFP



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