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Saudi-Arabien: So soll der höchste Turm der Welt aussehen

Foto: AFP/ Kingdom Holding Company

Höchstes Gebäude der Welt Saudis bauen Kilometer-Turm

Geht's noch höher? Mit dem Kingdom Tower in Saudi-Arabien will Prinz Walid Bin Talal die 1000-Meter-Grenze knacken - jetzt wurde der Bauvertrag für den Giganten unterschrieben.

Das pompöse Burj Chalifa in Dubai, derzeit das höchste Gebäude der Welt, wird seinen Superlativ bald an einen Wolkenkratzer in Saudi-Arabien abgeben müssen: Prinz Walid Bin Talal hat am Dienstag verkündet, ein millionenschwerer Vertrag zum Bau des Kingdom Tower sei unterzeichnet worden. Mehr als 1000 Meter werde der Turm messen und damit das 828 Meter hohe Hotel Burj Chalifa deutlich übertrumpfen.

Spitz wie ein Pfeil wird das gigantische Gebäude in der Nähe der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda in den Himmel ragen, als wollte der Architekt andeuten, dass ihm das Firmament keine Grenzen setzt. Und auch Prinz Walid Bin Talal will mit dem gigantischen Bauwerk ein unmissverständliches Zeichen setzen: "Die Welt soll wissen, dass wir Saudis in unser Land investieren", sagte er auf der Pressekonferenz. Der Bau des Turms sei eine finanzielle und wirtschaftliche Botschaft, die nicht ignoriert werden solle.

4,6 Milliarden Rial (umgerechnet rund 860 Millionen Euro) wird das Projekt kosten - auf diese Summe zumindest beläuft sich der Vertrag, den die Kingdom Holding mit der Bin-Laden-Gruppe, der größten Baufirma des Landes, geschlossen hat. Die Kingdom Holding ist zu 95 Prozent in Besitz des Prinzen.

Lange schon war die Rede von einem unfassbar hohen Gebäude, das in Saudi-Arabien errichtet werden soll. Doch fallende Ölpreise und die Krise der Immobilienwirtschaft hatten auch die reichsten Geschäftsmänner des Nahen Ostens getroffen, zu denen Prinz Walid Bin Talal zählt.

Der Prinz hat eine andere Erklärung für die lange Planungsphase: "Es war so lange in der Diskussion, weil es auf sparsame Weise existenzfähig sein soll", zitiert ihn das "Wall Street Journal". Nun soll die Finanzierung für den Kingdom Tower jedoch gesichert sein und aus den Bauplänen werde bald Realität. Das Projekt wird das Prachtgebäude von Kingdom City sein, einem künstlichen, rund 5,3 Quadratkilometer großen Stadtteil nördlich von Dschiddas Zentrum.

Das Modell für den Wolkenkratzer stammt von Designern des Architektenbüros Adrian Smith + Gordon Gill aus Chicago. Bis in dem Gebäude Büros, ein Hotel und Luxus-Appartements bezogen werden können, werden nach Einschätzungen des Bauherren noch mehr als fünf Jahre vergehen.

jus/Reuters
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