Hoher Ölpreis Bahn-Tickets können teurer werden

Während einige Fluggesellschaften gerade ihre Kerosinzuschläge kräftig erhöht haben, hat die Deutsche Bahn bisher noch nicht auf die Rekordölpreise reagiert. Der Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn schließt jedoch in einem Interview mit der "FAZ" Preisaufschläge nicht aus.


Frankfurt - Fluggesellschaften und Autofahrer leiden unter dem zurzeit immer noch extrem hohen Ölpreis. Während die Lufthansa in dieser Woche den Kerosinzuschlag für Langstrecken um zehn Euro anhob, haben andere Airlines über einen erneuten Aufschlag noch nicht entschieden. Auch der Deutschen Bahn machen die Energiekosten zu schaffen: Wenn die Energiepreise auf diesem hohen Niveau bleiben, werde die Bahn das in irgendeiner Form weitergeben müssen, sagt Bahnchef Mehdorn in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Auch die Bahn könne die steigenden Energiekosten nicht einfach kompensieren.

Die Bahn habe im letzten Jahr 1,15 Milliarden Euro für Strom und Diesel ausgegeben und sei der größte Energieabnehmer und der mit Abstand größte Mineralöl- und Ökosteuerzahler in Deutschland. Mehdorn empörte sich über die hohen Steuern und Abgaben von 380 Millionen Euro, die die Billigflieger als die schärfsten Konkurrenten der Bahn nicht zahlen müssten: "Das ist [...] ökonomischer und ökologischer Unsinn, der dringend revidiert gehört."



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