Diebstahl in Hotels Als das Klavier aus der Lobby verschwand

Hoteliers beklagen erheblichen Schwund in ihren Häusern. Nummer eins bleiben Handtücher - doch die Diebe machen auch vor größeren "Souvenirs" nicht halt. Hier sind die Top Ten.

Klavier (Symbolbild): Schon ein Handtuch mitgehen zu lassen, ist kein Kavaliersdelikt
TMN

Klavier (Symbolbild): Schon ein Handtuch mitgehen zu lassen, ist kein Kavaliersdelikt


In Hotels verschwindet so einiges aus dem Zimmer. Meist sind es leicht transportierbare Gegenstände wie Handtücher oder Bademäntel - aber auch Sperriges fehlt nach der Abreise mancher Gäste.

Das Hotelportal Wellness Heaven hat 1157 Hoteliers von Vier- und Fünf-Sterne-Häusern vor allem in Deutschland, Österreich und Italien befragt und kam zu einer Top Ten. Diese erstaunt allerdings nicht allzu sehr: Handtücher führen mit 77,5 Prozent die Liste der am häufigsten geklauten Gegenstände an, gefolgt von Bademänteln (65,1 Prozent), Kleiderbügeln (49,3 Prozent) und Stiften (39,1 Prozent).

Schon dies sind keine Kavaliersdelikte, als die wohl viele Gäste das Entwenden von Hotelinventar ansehen. Aber auch Kunstwerke (20,2 Prozent), Fernsehgeräte (6,1 Prozent) und Matratzen (4,2 Prozent) kamen abhanden. Zudem berichtete ein Hotelier in Italien laut der Webseite: "Als ich einmal durch die Lobby lief, fiel mir auf, dass irgendetwas fehlte. Kurz darauf erfuhr ich, dass drei unbekannte Männer in Overalls das große Piano abtransportiert hatten. Es tauchte natürlich nie wieder auf."

Was wird am häufigsten geklaut?

Rang Was
1 Handtücher
2 Bademäntel
3 Kleiderbügel
4 Stifte
5 Besteck
6 Kosmetik
7 Batterien
8 Kunstwerke
9 Decken
10 Kissen

Quelle: Wellness Heaven. 1157 Hoteliers haben sich an der Umfrage beteiligt; Mehrfachnennung war möglich.

Ein Berliner Hotel habe berichtet, dass in einem Zimmer sämtliche Badarmaturen nach der Abreise der Gäste fehlten: von Regendusche über Toilettensitz bis hin zum Waschbecken. In England hätte ein Gast die Nummer von der Tür abmontiert, sodass der Nächste sein Zimmer nicht finden konnte. Und in Frankreich sei jemand bei dem Versuch gescheitert, einen Wildschweinkopf zu klauen. Freunde schenkten ihm später die Jagdtrophäe zur Hochzeit - nachdem sie den ausgestopften Kopf dem Hotel ordnungsgemäß abgekauft hatten.

abl/dpa

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