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10. Oktober 2014, 12:55 Uhr

Stichprobe in Hotelpools

Häufig mangelhafte Wasserqualität

Bei einer Stichprobe in deutschen und österreichischen Hotelpools entsprach die Wasserqualität bei zwei Dritteln der geprüften Bäder nicht den Hygienevorschriften. Häufig wurden Schimmel und Keime gefunden.

Wien - Hotelpools haben laut einer Stichprobe nicht selten eine mangelhafte Wasserqualität. Bei einem Test von 84 Pools in Wellnesshotels in Deutschland und Österreich vom Hotelführer Relax-Guide entsprachen zwei Drittel (65 Prozent) nicht den Hygienevorschriften.

Für die Tests wurden 615 Pools in Deutschland und Österreich über einen längeren Zeitpunkt hingweg getestet, insgesamt 2450 Einzelmessungen vorgenommen. Aber nur die 84 jüngsten Poolproben aus der Zeit vom April bis Juni 2014 wurden in der Stichprobe ausgewertet. "Bei jenen Becken entsprachen 64,6 Prozent der Poolwässer den Hygienestandards nicht, die davor gezogenen Proben waren noch schlechter", sagt der Herausgeber des Guides, Christian Werner.

In beiden Ländern sind die Mängel etwa gleich groß. So entdeckten die Tester in einigen Becken zum Beispiel Schimmel, in anderen war das Wasser mit Keimen belastet. Sauna-Tauchbecken schnitten in der Untersuchung am schlechtesten ab: Keines der 19 getesteten Becken entsprach den Standards. Ähnlich war die Situation bei den Innenwhirlpools: Hier konnten nur zehn Prozent der Becken überzeugen.

Im Schnitt ist die Situation in Becken im Innenbereich deutlich besser als in Freibecken, sagt Werner. Am sichersten und saubersten seien die Hotelpools in der Zeit zwischen 11.30 und 14.00 Uhr. "Wir haben diesmal bewusst eine zeitliche Dimension in die Auswertung miteinbezogen, da sich schon bei der letzten großen Untersuchung gezeigt hatte, dass morgens die schlechteste Wasserqualität vorzufinden war", sagt Werner. "Und zwar deshalb, weil entweder die Chlorvorräte aufgebraucht waren oder die Anlagen offensichtlich über Nacht abgeschaltet wurden, um Strom, Frischwasser und Chlor zu sparen."

tmn/dpa/jkö

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