Hype um Ex-Playmate Auf den Bahamas boomt der Anna-Nicole-Gedenktourismus

Katastrophentourismus einmal anders: Immer mehr Kreuzfahrt-Touristen auf den Bahamas buchen bei Taxifahrern die Anna-Nicole-Smith-Tour – auf dem Programm stehen das Haus des verstorbenen Models, ihre zukünftige Grabstätte und das Krankenhaus, in dem ihr Sohn starb.


Nassau - Der Hype um das verstorbene Ex-Playmate Anna Nicole Smith nimmt immer verrücktere Formen an. Jetzt bieten Taxifahrer auf den Bahamas den Gästen von Kreuzfahrtschiffen "Anna Nicole"-Rundfahrten an. Höhepunkt der Tour ist das "Horizons", eine Luxusvilla mit Meerblick, wo Smith mit dem Anwalt Howard K. Stern residierte. Stern wohnt hier weiterhin mit Dannielynn, ihrer fünf Monate alten Tochter.

Mit ein bisschen Glück können Tourteilnehmer einen Blick auf den Anwalt erhaschen. Zumindest wenn der nicht gerade in irgendwelchen Fernsehshows verkündet, Vater der Tochter zu sein – weiterhin läuft der Rechtsstreit um die Vaterschaft und um das Anwesen.

Auf dem Programm der Tour steht auch das Krankenhaus, in dem Smiths Sohn starb, sowie der Friedhof, auf dem er begraben liegt. Hier soll nach langem Streit um die Beisetzung auch die Leiche des Models beerdigt werden.

Für die einheimischen Taxifahrer ist das riesige Interesse an der verstorbenen Bahamas-Bewohnerin ein lukratives Geschäft. "Es ist schade, dass sie gestorben ist, aber wir wollen den Blick nicht auf das Negative lenken", sagte Taxifahrer Burcil Anderson der Nachrichtenagentur Reuters. Viele Taxifahrer würden gutes Geld verdienen, weil ständig Touristen nach den Zielen fragten, die in Verbindung mit dem Leben von Anna Nicole Smith stehen.

Auch sonst bringt der Hype um das Ex-Playmate ganz neue Einkunftsmöglichkeiten: Ein cleverer Bahamas-Bewohner kaufte einen Stapel der Zeitung "The Tribune", als Bilder des Einwanderungsministers Shane Gibson im Bett mit dem Playmate die Titelseite zierten. Kurz darauf war die Zeitung vergriffen, und der geschäftstüchtige Einheimische verkaufte seine Exemplare am Flughafen an Touristen - für 20 Dollar pro Stück.

sto/Reuters



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