In Schnee und Nebel verirrt Zwei Wanderer auf Korsika erfroren

Schnee, Nebel und Kälte wurde zwei Wandergruppen auf Korsika zum Verhängnis: Auf dem Weitwanderweg GR20 in den Bergen suchten sie Unterschlupf und verloren die Orientierung. Ein Mann und eine Frau sind erfroren.

Bastia - Ein Kälteeinbruch hat Wanderer am Pfingstmontag auf Korsika überrascht: Zwei Menschen sind erfroren. Beide Leichen seien heute gefunden worden, teilte die Feuerwehr in Bastia mit. Ein etwa 30-jähriger Franzose war mit drei Frauen auf dem Wanderweg GR20 bei Vivario unterwegs. Während sich die Frauen vor dem Schneesturm in einen Unterschlupf flüchteten, versuchte der Mann Hilfe zu holen. Er verirrte sich aber offenbar im Nebel. Seine Leiche sei etwa 40 Gehminuten entfernt gefunden worden, hieß es. Die Frauen seien "unter Schock, aber außer Gefahr".

Zudem stießen die Rettungskräfte in der Nähe des Ortes Asco auf die Leiche einer Frau, die mit ihrem Mann ebenfalls beim Wandern in das schlechte Wetter geraten war. Der Mann konnte verletzt und stark unterkühlt ein Dorf erreichen und Hilfe holen. Die Frau erfror allerdings, bevor die Retter sie erreichten. Der GR20 gilt als einer der schwersten und vor allem gefährlichsten Wanderwege Europas.

Das dritte Todesopfer des gestrigen Unwetters auf der französischen Mittelmeerinsel ist ein 19-jähriger Schweizer aus Basel. Eine mehrere Meter hohe Woge hatte den jungen Mann am Strand von Galeria im Norden der Insel in den Tod gerissen. Seine Leiche wurde an den Strand gespült, teilte die Feuerwehr mit.

abl/dpa