Fotostrecke

Indien: Panne beim Tiertransport im Flugzeug

Foto: Ajit Solanki/ AP

Indische Fluglinie Passagier erhält Entschädigung für tödliches Möpse-Malheur

Die beiden Hunde erstickten im Frachtraum: Weil zwei Möpse einen Flug mit Jet Airways nicht überlebten, erhält ein Fluggast mehr als 2000 Euro Entschädigung. Schuld an dem Unglück war ein vergesslicher Pilot.

Neu-Delhi - Für den Tod zweier Möpse im Flugzeug muss die indische Fluglinie Jet Airways dem Hundebesitzer eine Entschädigung zahlen. Ein indisches Verbraucherschutzgericht verurteilte die Fluggesellschaft wegen des angerichteten "materiellen und emotionalen Schadens" zur Zahlung von 144.000 Rupien (etwa 2275 Euro), wie die Zeitung "Times of India" am Mittwoch berichtete.

Die beiden Tiere namens Batnu und Jimmy waren vor zwei Jahren während eines Linienfluges von der Finanzmetropole Mumbai in die Hauptstadt Neu-Delhi im Frachtraum erstickt. Nach Angaben des Gerichts hatte der Pilot vergessen, die Klimaanlage einzuschalten. Ein Sprecher der größten privaten Fluggesellschaft Indiens bedauerte den Vorfall.

Der Hundebesitzer, der in derselben Maschine unterwegs war und die Möpse am Flughafen Neu-Delhi nur noch tot in Empfang nehmen konnte, zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung. "Was soll ich mit dem Geld?", zitierte ihn die "Times of India". Ein starkes Signal wäre gewesen, die Verantwortlichen bei Jet Airways zu bestrafen. Er kündigte an, das Geld einer wohltägigen Organisation spenden zu wollen.

Möpse sind in Indien als Haustiere besonders populär, seit im Jahr 2003 ein solcher Hund in einem enorm erfolgreichen Werbespot einer Telekommunikationsfirma zu sehen war.

sto/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.