Winterliche Instagram-Fotos Allein zwischen Eisbergen

Schnee, Regen oder Kälte - alles keine Gründe, zu Hause zu bleiben. Das beweisen die frostig-schönen Fotos von SPIEGEL-ONLINE-Lesern, mitgebracht vom Paddeln in Island oder Baden im finnischen See.

Maximilian Münch

Der Schnee knatschte, die Füße brannten vor Kälte - und doch rannte Jonas Hafner mit seinen Freunden bei minus 35 Grad nackt zum Seeufer. Zuvor hatten sie sich in einem kleinen Saunahäuschen aufgewärmt. "Ich habe mich wahrscheinlich noch nie so lebendig gefühlt wie in jenem Moment, als ich in das Wasser eintauchte", sagt der Arzt aus Hamburg, der in Finnland Urlaub machte.

Wie Hafner haben auch andere SPIEGEL-ONLINE-Leser die Schönheit des Winters, die Faszination von Eis, Nebel und Kälte für sich entdeckt. Maximilian Münch zum Beispiel, der den Jökulsarlón-Gletscher in Island aus der Luft fotografiert hat: "Es gab für mich nichts Schöneres, als mit dem Kajak durch diese stillen, in Eis konservierten Jahrhundertlandschaften zu paddeln", sagt der vielreisende 24-Jährige, der Instagram zu seinem Beruf gemacht hat.

Lars Krux brach an einem Januarmorgen in Hamburg auf, um ungewöhnliche Winterfotos einzufangen. "Nur wenige Zentimeter lagen zwischen mir und der stampfenden Lok", der Harzer Brockenbahn, sagt er. "Nur an wenigen Orten verlaufen die Bahngleise in der Nähe von Wanderwegen. Wir hörten das Signal, und dann schnaufte der Zug auch schon um die Kurve. Ich hatte nur wenige Sekunden Zeit, um das Stativ aufzustellen, die Kamera draufzuschrauben, einen Bildausschnitt zu wählen und zu fokussieren."

Leseraufruf: "Mit Instagram um die Welt"
    Sie sind ein Entdecker in der eigenen Heimat und haben ein gutes Auge für spannende Fotomotive auf Reisen? Schicken Sie uns diesmal Ihre schönsten Fotos zum Thema "Campen" - ob Glamping in der Wüste oder wildes Campen am See, ob Fotos von ihrem umgestalteten VW-Bus oder den Marshmallows über dem Lagerfeuer. Dann taggen Sie Ihre Fotos mit #SpOn_Reise_Campen. Die besten Aufnahmen stellen wir vor.

Grafikdesignerin Nina Hüpen-Bestendonk kann dem Winter ebenfalls viel abgewinnen."An diesem Januartag war das österreichische Hallstatt komplett in Weiß getaucht, die Berge verschwanden den ganzen Tag im Nebel, und dicke Schneeflocken rieselten vom Himmel", sagt die Berlinerin , die das Reiseblog Smaracuja betreibt. "Es herrschte eine angenehme Stille, und es fühlte sich an, als würde man selbst durch die Seiten eines Märchenbuchs laufen."

Wie Hafner, Krux, Münch oder Hüpen-Bestendonk haben uns noch viele andere SPIEGEL-ONLINE-Leser ihre besten Winterfotos zur Verfügung gestellt. Klicken Sie auf unsere Fotostrecke und und lassen Sie sich inspirieren!

insgesamt 4 Beiträge
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syt 01.02.2017
1. Im dritten Bild sollen
Graugänse in den Eich Bäumen sitzen ? Habe noch nie eine Gans im Baum sitzend gesehen.Und auf dem Bild kann ich auch keine erkennen ! Wo sind nur die Gänse hin ?
pfzt 01.02.2017
2.
Junge Junge, Hallstatt dürfte wohl bald der meist fotografierte Ort Europas sein. Nebenan entsteht dann bald das Basislager für die ganzen Reise Instagrammer ;)
jensruminy 01.02.2017
3. Drohnen sind uncool ....
.... vor allem in von Menschen kaum berührten Landschaften. Merkt das keiner? Da will man die Ruhe genießen, deretwegen so mancher 1000e von km anreist, und dann lenkt einen das Dröhnen der Drohnen ab, gerade weil sonst kaum andere Geräusche auftreten! Worte mögen nur Schall und Rauch sein, aber wenn solche Sachen wie Angaben in Fotoserien nicht korrekt sind, wie glaubwürdig sind dann Artikel aus dem Magazin? Der Gletscher heißt Breiðamerkurjökull, und Jöulsárlón ÍST dann nur die Lagune, denn das bedeutet der der Name. Kann man heute alles googeln. Wenn jemand so nahe an Eisbergen paddelt, wie ergeht es ihm dann, wenn da einer umkippt und Wellen auslöst? Ich sehe das Reisen für Instagram et al., dass anscheinend nur noch Konsum ist, sehr kritisch.
daniel_haussmann 01.02.2017
4.
Zitat von jensruminy.... vor allem in von Menschen kaum berührten Landschaften. Merkt das keiner? Da will man die Ruhe genießen, deretwegen so mancher 1000e von km anreist, und dann lenkt einen das Dröhnen der Drohnen ab, gerade weil sonst kaum andere Geräusche auftreten! Worte mögen nur Schall und Rauch sein, aber wenn solche Sachen wie Angaben in Fotoserien nicht korrekt sind, wie glaubwürdig sind dann Artikel aus dem Magazin? Der Gletscher heißt Breiðamerkurjökull, und Jöulsárlón ÍST dann nur die Lagune, denn das bedeutet der der Name. Kann man heute alles googeln. Wenn jemand so nahe an Eisbergen paddelt, wie ergeht es ihm dann, wenn da einer umkippt und Wellen auslöst? Ich sehe das Reisen für Instagram et al., dass anscheinend nur noch Konsum ist, sehr kritisch.
Naja, als ob das in Island in diesen Tagen noch einen Unterschied macht. Denn Jökulsarlon ist ja nicht gerade ein Geheimtipp im Hochland, sondern ein von Touristenbussen überfluteter Hotspot. Ausserdem, wenn die Drohne 100m hoch und ein paar hundert Meter entfernt ist hört man die auch nicht mehr.
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